Datenbank
und
Anwendungsfibel
für den
Goldschmied
Technische Daten
für Schmuck-
legierungen
Technische Daten
1
2für Schmucklote
Inhalt
Glühen von
Thermische
Einsatzbereiche
3Schmuck-
4Aushärtung von
5für Schmuck-
legierungen
Schmuck-
legierungen
legierungen
Wie werden
Wie werden Beiz-
Die wichtigsten
6Flussmittel opti-
7mittel optimal
8
Metalle und ihre
technischen
Daten
mal eingesetzt?
eingesetzt?
Feinsilber-
Feinsilber-
Feinsilber-
9Gewichtstabelle 10Gewichtstabelle 11Gewichtstabelle
(Rundmaterial)
Bleche, Streifen
und Bänder
Stärke
Ronden und
Scheiben
Ø 5 – 200 mm
Drähte, Stangen
und Rohre
Ø 0,1 – 38 mm
0,5 – 5 mm
Umrechnungs-
Einheiten des
Maßeinheiten
12faktoren der
13Internationalen
14für den
Gewichte von
Schmuck-
legierungen
Einheitensystems
(SI)
Goldschmied
Gase in der
Farbgrade und
Galvanik –
15Goldschmiede-
16Reinheit von
17Technische Daten
werkstatt und
Formelsammlung
Diamanten oder
Brillanten sowie Durch-
messer und Gewichte
von Brillanten
und allgemeine
Hinweise
Galvanik –
Edelsteine
Fachbegriffe
18Fehler und
19in der
20für den
Ursachen
Goldschmiede
Goldschmied
Lineale mit
23Millimeter-,
Zentimeter- und
Inch- bzw.
Zoll-Einteilungen
Kennen Sie
den Unterschied?
Das Gussgefüge
1. „Kokillenguss“
18-Karat-Farbgoldlegierung
Au/Ag/Cu 750/150
Das ist das Ergebnis, wenn die
Legierung selbst legiert wird.
Heterogener Gefügeaufbau, grobes globulares Korn mit
groben Stengelkristalliten durchsetzt – ungleichmäßige
physikalische Eigenschaften
2. „Korngefeinter
Strangguss“
18-Karat-Farbgoldlegierung
Au/Ag/Cu 750/150
So ist das Ergebnis, wenn wir
die Legierung herstellen.
Homogenes, dichtes und feinkristallines Gefüge,
globulare Körner – gleichmäßige physikalische Eigen-
schaften
Beim Erstarren von Schmelzen aus Metallen oder Legierungen wird die Kristallisation in der
Hauptsache von Kristallkeimen und von dem Grad der Unterkühlung gesteuert. Der Grad der
Unterkühlung ist eine prozessspezifische Größe. Mit zunehmender Unterkühlung erhöht sich
die Zahl der Kristallkeime und damit auch die Kristallisationsgeschwindigkeit. Das Wachstum
der Kristalle wird unter anderem durch die Richtung des Wärmegefälles beeinflusst. Erhöhte
Abkühlgeschwindigkeiten ergeben ein feinkörniges Gefüge, während langsame Abkühlungs-
geschwindigkeiten ein grobes Korn und meist stängelige Kristalle bewirken. Beeinflussbar
von Seiten des Legierungsherstellers ist die Anzahl der Kristallkeime. Bei korngefeinten
Legierungen werden der Legierung Fremdkeime beigegeben. Das Ergebnis ist ein feinkör-
nigeres Gefüge.
Bei diskontinuierlichen Gießverfahren, wie Block- oder Kokillenguss, erstarren die unter-
schiedlichen Volumenbereiche mit unterschiedlicher Geschwindigkeit. Somit liegt ein
heterogener Gefügeaufbau vor. Kontinuierliche Gießverfahren, wie z.B. das Stranggießen,
ermöglichen die Erstarrung der Schmelze mit nahezu konstanter Abkühlgeschwindigkeit.
Das Ergebnis ist ein homogenes, feinkörniges Gefüge über das gesamte Volumen.
Technische Daten
für Schmucklegierungen
Legierungs-
gruppen
Farbe
Schmelz-
intervall °C
solidus – liquidus
Härte HV 5 kalt verformt
Dichte
g/cm3
geglüht* 20%
40%
60%
Farbgold
333/75
333/90
333/120
376/60
375/120
585/40
585/45
585/100
585/200
585/260
585/300
585/340
750/40
750/90
750/125
750/130
750/150
900/-
sattgelb
rosé
blassgelb
sattgelb
gelb
rot
gelb
rosé
sattgelb
gelb
hellgelb
grüngelb
rot
850 – 910
890 – 930
800 – 860
870 – 950
800 – 830
900 – 920
835 – 860
820 – 870
830 – 850
830 – 850
850 – 890
860 – 940
880 – 900
870 – 890
880 – 890
880 – 890
890 – 920
930 – 950
940 – 985
980 – 1020
970 – 1040
1064
105
110
100
110
125
130
100
140
170
160
140
120
170
150
140
140
130
100
80
160
180
160
150
185
200
160
180
205
215
180
160
200
200
180
180
180
140
120
105
50
210
205
200
180
200
220
210
220
235
240
220
180
250
220
200
200
200
160
140
120
70
230
215
210
210
220
230
230
230
250
255
235
195
270
230
215
215
210
175
160
125
110
70
10,6
10,9
10,5
11,0
10,9
13,1
12,8
13,3
13,6
13,8
13,9
14,0
15,1
15,3
15,4
15,4
15,5
17,3
17,6
17,9
19,0
19,3
rosé
sattgelb
sattgelb
hellgelb
rosé
sattgelb
sattgelb
sattgelb
sattgelb
900/50
917/53
990/-
55
30
30
Feingold
Weißgold
333/585
375/560
585 S2
587 H2
590 H1
588 E
590 S
590 M
752 H2
760 H1
751 E
50
65
weiß Ag
weiß Ag
870 – 930
880 – 920
990 – 1100
890 – 960
910 – 990
880 – 970
1040 – 1130
1060 – 1150
920 – 940
920 – 960
940 – 980
980 – 1060
1000 – 1160
1030 – 1100
990 – 1100
1040 – 1150
80
80
120
145
150
100
90
160
190
210
120
160
100
160
120
140
115
115
175
230
240
140
140
220
245
270
160
215
160
210
175
190
125
125
188
265
270
170
160
240
280
290
190
245
180
230
190
220
135
135
205
280
290
195
175
250
300
310
210
255
190
275
205
240
12,1
12,4
14,4
12,7
12,7
13,7
14,5
14,5
14,8
14,9
14,3
16,0
16,0
16,3
16,0
15,8
weiß 14% Pd
weiß 7% Ni
weiß 10% Ni
weiß Mn
weiß 10% Pd
weiß 19% Pd
weiß 6% Ni
weiß 10%Ni
weiß Mn
weiß 10% Pd
weiß 10% Pd
weiß 13% Pd
weiß 14% Pd
weiß 16% Pd
750 A
750 S
750 CHR
750 S2
750 M
Palladium
950/20 Pd/Ag weiß
Platin
1380 – 1450
95
130
150
165
11,8
800/200 Pt/Ir weiß
1815 – 1830
1730 – 1740
1840 – 1860
1730 – 1745
1620 – 1680
190
130
150
100
180
220
190
175
145
250
235
210
195
170
305
260
225
220
185
340
21,7
20,5
21,0
20,3
19,3
950/- Pt/Co
950/- Pt/W
960/- Pt/Cu
weiß
weiß
weiß
950/- Pt/Plus weiß
Silber
835/- Ag
925/- Ag
935/- Ag
970/- Ag
Feinsilber
weiß
weiß
weiß
weiß
weiß
780 – 840
820 – 910
820 – 910
910 – 940
962
80
75
75
55
35
110
105
105
85
125
130
127
100
75
140
140
138
110
85
10,2
10,4
10,4
10,4
10,5
60
Für alle Legierungen stehen detaillierte Datenblätter mit weiteren Verarbeitungshinweise zur
Verfügung.
1
2
Technische Daten
für Schmucklote
Lotgruppen
Lot-
bezeichnung
Arbeits-
Fließ-
Flussmittel-
Empfehlung
temperatur °C verhalten
Farbgoldlote gelb
cadmiumhaltig
333L 1
333L 3
375L 2
375L 3
585L 1
585L 2
585L 3
750L 1
750L 2
750L 3
750L1s
700
640
690
650
780
720
670
820
750
700
810
streng
leicht
mittel
leicht
streng
mittel
leicht
streng
mittel
leicht
streng
h
h
h
h
t/B
h/t
h
B
t/B
h/t
B
Farbgoldlote rot
cadmiumhaltig
585Lr3
750Lr1
750Lr2
740
800
760
leicht
streng
mittel
t/B
B
t/B
Farbgoldlote gelb
cadmiumfrei
333 L1 cdf
333 L3 cdf
375 L1 cdf
585 L1 cdf
585 L2 cdf
585 L3 cdf
750 L1 cdf
750 L2 cdf
750 L3 cdf
917 L1 cdf
720
680
750
800
760
730
815
780
750
880
streng
leicht
streng
streng
mittel
leicht
streng
mittel
leicht
t
h/t
t
B
t
t
B
t/B
t
streng
B
Farbgoldlote rot
cadmiumfrei
585 L1r cdf
800
streng
B
Weißgoldlote
cadmiumfrei
nickelhaltig
585 WL1
750 WL1
830 WL1
800
840
850
streng
streng
streng
B
B
B
Weißgoldlote
cadmiumfrei
nickelfrei
585 WL3 nif
750 WL3 nif
780
800
leicht
leicht
B
B
Platinlote
cadmiumfrei
Pt L1
Pt L2
Pt L3
1400
1240
1110
streng
mittel
leicht
Pt-Clean
Pt-Clean
Pt-Clean
Palladiumlote
cadmiumfrei
Pd L1
Pd L2
Pd L3
1110
980
730
streng
mittel
leicht
Pt-Clean
Pt-Clean
Pt-Clean
Schmucksilberlote
cadmiumfrei
750 AGL1
675 AGL1
600 AGL2
600 AGL3
550 Stahllot
770
730
710
680
660
streng
streng
mittel
leicht
leicht
t
h/t
h
h
Oxynon
Bei Verwendung dieser Produkte beachten Sie bitte unsere Sicherheitsdatenblätter.
Glühen von
Schmucklegierungen
Wichtige Grundlagen
… glühen mit der offenen Flamme
Durch Kaltverformung ändern sich die Mate-
rialeigenschaften, die Festigkeit und Härte
steigen, die Dehnung nimmt ab. Das Gefüge
wird in einen Zwangszustand gebracht. Mit
steigender Verformung werden zur Umfor-
mung immer höhere Kräfte benötigt; über-
schreitet die eingesetzte Kraft die Festigkeit,
bricht das Material. War die Verformung groß
genug (in der Regel > 50%) wird bei Errei-
chen einer materialabhängigen Temperatur
die Rekristallisation ablaufen, es vollzieht sich
eine Kornneubildung. Das Gefüge ist in der
Regel feinkörniger als im Ausgangszustand.
Platinlegierungen werden auf einer Kera-
mikunterlage mit offener Flamme bei 950 –
1000 °C (Weißglut) geglüht. Als bewährte
Einrichtungen gelten sauerstoff- und was-
serstofferzeugende Apparaturen. Wir emp-
fehlen bei Glüh-, Löt- und Schweißvorgän-
gen die blaue Flamme (Sauerstoff/ Wasser-
stoff). Ab 1300 °C sollte zum Schutz der
Augen unbedingt mit einer Schutzbrille –
wegen UV-Abstrahlung – gearbeitet werden.
Um Schädigungen zu vermeiden, sollte man
folgende Stoffe mit Platinlegierungen nicht
in Verbindung bringen.
1. Kohlenstoffe
2. Silizium
3. Borate
Praktische Grundregeln für das Glühen
b … bei maximaler Verformung – niedriger
Glühtemperatur und kurzer Glühdauer
erzielt man ein optimales Gefüge.
4. Fremdmetalle
b … Bearbeitungshinweise zu den diversen
Metallen sollten unbedingt eingehalten
werden.
… glühen im Ofen
Bei der Ofenglühung sollte je nach
Materialstärke eine Glühtemperatur von
900 – 1000 °C eingehalten werden.
Glühdauer ca. 8 Minuten.
b … um Schädigungen durch Oxidbildung so
gering wie möglich zu halten, sollten
Glühungen so wenig wie möglich durch-
geführt werden.
Glühen von Palladiumlegierungen
Palladiumlegierungen überzeugen durch
die hohe Verformbarkeit ohne Zwischenglü-
hung. Bei Erreichen des max. Verformungs-
grades sollte jedoch die Zwischenglühung bei
750 – 800 °C (Dunkelrotglut) erfolgen; an-
Glühen von Farbgoldlegierungen
Die Farbgoldlegierungen werden am besten
bei 600 – 650 °C (Dunkelrotglut) ca. 5 –
10 Min. – abhängig von der Größe des Werk-
stückes – geglüht. Abschrecken in Wasser ist schließend in Wasser ablöschen. Als Fluss-
empfehlenswert.
mittel empfehlen wir Platinclean. Als Glüh-
oder Schweißunterlage empfehlen wir
„Keraplat“. Zum Beizen empfehlen wir eine
10 –15%ige Ameisensäure HCOOH.
Glühen von Weißgoldlegierungen
Pd-Weißgold-Legierungen einige Minuten bei
600 – 750 °C (Hellrotglut), Ni-Weißgold-Legie-
rungen nicht höher als 700 – 750 °C (Kirsch-
rotglut). Nie auf Kohle oder Gips weichglühen
(Gefahr chemischer Reaktionen!). Pd-Weiß-
gold-Legierungen können in Wasser abge-
schreckt werden; Ni-Weißgold-Legierungen
sollte man an der Luft abkühlen lassen; da-
nach in Allpex bei 60 – 65 °C im Beizgerät ab-
beizen. Zur Entfernung von hartnäckigen
Ni- oder Co-Oxiden empfehlen wir eine Spe-
zialbehandlung mit Flussmittel h. Zuerst wird
das gesamte Werkstück mit Flussmittel h
benetzt und anschließend auf 400 – 450 °C
gleichmäßig erwärmt. Nach der Temperatur-
behandlung bildet sich eine glasige Schicht.
Diese wird dann mit heißem Wasser abge-
waschen.
Glühen von Silberlegierungen
Bei der Glühung von Silberlegierungen mit der
offenen Flamme sollte man möglichst darauf
achten, dass mit einer weichen Flamme im
abgedunkelten Raum gearbeitet wird. Nur so
ist sichergestellt, dass die zu erzielende
Dunkelrotglut rechtzeitig erkannt und die er-
forderliche Glühtemperatur 600 – 620 °C
(Dunkelrotglut) nicht überschritten wird.
Nach Erreichen der Glühtemperatur sollte
das Werkstück in Wasser abgelöscht werden.
Als Beizmittel empfehlen wir„Allpex“.
Achtung!
So genannte Wärmebrüche (Bruch der Korn-
grenzen) entstehen dann, wenn zu früh oder
zu stark geglüht wird. Eine Glühung sollte erst
erfolgen, nachdem das Material mindestens
50 – 60% kaltverformt wurde. Die Flamme
sollte reduzierend eingestellt sein (kein Sauer-
stoffüberschuss), da es sonst zu einer tiefer-
gehenden Oxidation infolge Sauerstoffdiffu-
Glühen von Schmuckplatin-
legierungen
Um eine Diffusion von Verunreinigungen in
das Material bzw. chemische Reaktionen mit
dem Platin zu verhindern, sollte vor jedem
Glühvorgang und nach jedem Walz- oder Zieh- sion kommen kann (Blausilber). Eine Entfer-
prozess das Metall mit einer 10%igen Salpe-
tersäure (HNO3) abgebeizt werden.
nung dieser tiefergehenden Oxidation ist
nicht möglich.
3
4
Thermische Aushärtung
von Schmucklegierungen
Bei einigen Goldschmiedearbeiten ist es wichtig, das Metall des fertigen Werkstückes elas-
tisch und hart zu erhalten; denken wir nur an Halsreifen, Armspangen, Schnäpper, Mechani-
ken und dergleichen. Eine harte Legierung weist eine Reihe von Vorzügen auf und kann
unter Umständen zur Materialeinsparung führen.
Dem Goldschmied ist es durchaus bekannt, dass sich viele Schmucklegierungen gezielt
thermisch aushärten lassen. Ein optimaler Aushärtungseffekt wird erreicht, wenn die
Legierung nach einer korrekten Weichglühung in Wasser abgeschreckt und anschließend
eine bestimmte Zeit bei einer fixen Temperatur angelassen wird. Danach soll das Stück
an der Luft abkühlen. Eine Aushärtungsbehandlung ist nur sinnvoll bei den Legierungen,
die einen deutlichen Aushärtungseffekt erreichen.
Folgende Legierungen lassen sich thermisch aushärten:
Legierungs-
gruppe
Glüh-
*Glühzeit ablöschen Anlass-
Anlasszeit
abkühlen
an der Luft
temperatur 15 Min.
650 °C
in Wasser temperatur
im Ofen
Farbgold
(mit Flamme – Dunkelrotglut)
Härte HV 5 schlussgeglüht
Härte HV 5 thermisch behandelt
333/120
375/ 90
375/150
585/100
585/300
585/340
750/40
100
120
140
140
140
120
170
150
140
130
110
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 350 °C
bei 280 °C
bei 280 °C
bei 350 °C
15 Min.
15 Min.
15 Min.
15 Min.
15 Min.
15 Min.
15 Min.
15 Min.
120 Min.
120 Min.
15 Min.
160
170
180
180
210
190
300
260
240
160
220
750/90
750/130
750/150
917/10
Legierungs-
gruppe
Glüh-
*Glühzeit ablöschen Anlass-
Anlasszeit
abkühlen
an der Luft
temperatur 30 Min.
750 °C
in Wasser temperatur 60 Min.
im Ofen
bei 500 °C
Weißgold
Härte HV 5 schlussgeglüht
160
Härte HV 5 thermisch behandelt
230
750 CHR
Legierungs-
gruppe
Glüh-
*Glühzeit ablöschen Anlass-
Anlasszeit
in Wasser temperatur 15 Min.
im Ofen
abkühlen
an der Luft
temperatur 15 Min.
900 °C – 1000 °C
Platin
(mit Flamme – Weißglut)
bei 500 °C
Härte HV 5 schlussgeglüht
180
Härte HV 5 thermisch behandelt
240
950/- Pt-Plus
Silberlegierungen lassen sich nur bedingt thermisch aushärten.
* = Ofenglühung
Einsatzbereiche
für Schmucklegierungen
Legierung
Farbe
Farbgold
333/75
sattgelb
rosé
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
333/90
333/120
376/60
375/120
585/40
585/45
blassgelb
sattgelb
gelb
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
rot
♦
gelb
♦
♦
♦
♦
585/100
585/200
585/260
585/300
585/340
750/40
rosé
♦
♦
sattgelb
gelb
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
hellgelb
grüngelb
rot
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
750/90
rosé
750/125
750/130
750/150
900/-
sattgelb
sattgelb
hellgelb
rosé
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
900/50
sattgelb
sattgelb
sattgelb
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
917/53
990/-
Weißgold
333/585
375/560
587 H2
weiß Ag
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
weiß Ag
weiß Ni
590 H1
weiß Ni
♦
♦
588 E
weiß Mn
♦
♦
♦
♦
♦
590 S
weiß 10% Pd
weiß 14% Pd
weiß 19% Pd
weiß Ni
♦
♦
♦
♦
♦
♦
590 S2
590 M
♦
♦
♦
♦
752 H2
♦
♦
760 H1
weiß Ni
weiß Mn
weiß 10% Pd
weiß 10% Pd
weiß 13% Pd
weiß 14% Pd
weiß 16% Pd
♦
♦
751 E
750 A
750 S
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
750 CHR
750 S2
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
750 M
♦
♦
♦
♦
Palladium
950/20 Pd/Ag
Platin
weiß
♦
♦
♦
♦
♦
800/200 Pt/Ir
950/- Pt/Co
950/- Pt/W
950/- Pt/Plus
960/- Pt/Cu
Silber
835/- Ag
925/- Ag
935/- Ag
970/- Ag
weiß
weiß
weiß
weiß
weiß
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
weiß
weiß
weiß
weiß
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
♦
5
6
Wie werden Flussmittel
optimal eingesetzt?
Arbeitstemperatur und Fließverhalten unserer Platinclean
Schmucklote sind aufeinander abgestimmt.
Wir bieten insgesamt fünf verschiedene
Flussmittel an, welche in ihren Wirkungsbe-
reichen die Bearbeitung unserer gesamten
Legierungspalette abdecken.
Aufgrund der katalytischen Wirkung der
Platinmetalle ist die Gefahr von chemischen
Reaktionen bei der Wärmebehandlung von
Pt- und Pd-Werkstoffen besonders hoch. Wir
empfehlen bei Lötungen mit Platin-Kobalt-,
Platin-Plus- oder Palladium-Legierungen die-
ses Flussmittel. Es verhindert den Sauerstoff-
zutritt zum Metall und damit die Bildung hart-
näckiger Oxide.
Flussmittel h
Dieses Flussmittel empfehlen wir für sämt-
liche Gold- und Silberlote mit einer Arbeits-
temperatur unter 720 °C (optimaler
Wirkungsgrad).
Wenn Platinwerkstücke verbunden werden
sollen, so gilt der Grundsatz: „Schweißen ist
besser als Löten“. Für die nötigen Tempera-
turen werden Mikroschweiß- oder Mikrolöt-
geräte verwendet, die eine Flammtemperatur
von 2000 bis 3200 °C anbieten. Bei Lötungen
oder Schweißarbeiten an Platinlegierungen
sollte nur mit der blauen Flamme (Wasser-
stoff) gearbeitet werden.
Das Flussmittel eignet sich auch hervorra-
gend zur Entfernung von hartnäckigen
Oxiden wie z. B. Ni-Oxide und Co-Oxide.
Anwendung zur Oxidentfernung:
Zuerst wird das gesamte Werkstück mit
Flussmittel h benetzt und anschließend auf
400 – 450 °C erwärmt. Bei dieser Wärme-
behandlung bildet sich eine glasige, wasser-
lösliche Schicht, die Oxide aufnimmt. Diese
wird dann mit heißem Wasser sorgfältig
abgewaschen.
Oxynon
Es ist ein Spezialflussmittel zum Anlöten von
Edelmetallteilen an Edelstahl-Legierungen.
Das Flussmittel schafft die Voraussetzungen
für eine beständige Verbindung.
Wenn die Konsistenz der Flussmittel-Paste
zu fest geworden ist, kann mit geringer
Zugabe von Brennspiritus verdünnt werden.
Contex
Dieses Anti-Flussmittel wird für präzise
Lötungen eingesetzt. Die mit Contex abge-
deckte Flächen werden durch Lote nicht
benetzt. Es verhindert das Fließen des Lotes
an ungewollte Stellen, ermöglicht dadurch
eine gezielte Lötungen.
Flussmittel t
Dieses Flussmittel empfehlen wir für alle
Gold- und Silberlote im Arbeitstempe-
raturbereich von 720 °C bis 780 °C
(optimaler Wirkungsgrad).
Flussmittel B
Bei allen Goldloten, die eine Arbeitstem-
peratur von 780 °C überschreiten
(optimaler Wirkungsgrad) empfehlen
wir Flussmittel B.
Wie werden Beizmittel
optimal eingesetzt?
Nur beim Einsatz von Qualitätsprodukten und Neacid
den besten Hilfsmitteln ist sichergestellt,
dass eine gute Goldschmiedearbeit gelingen
kann. Wichtig ist, für den jeweiligen Ab-
beizvorgang das richtige Beizmittel zu
wählen.
Ein Beizmittel in Pulverform zum Entfernen
von Oxiden und Flussmittelresten von Guss-
und Lötobjekten aus hochkarätigen Edel-
metall-Legierungen:
b … lässt sich schnell und ohne Gefahr mit
Wasser zu einem gebrauchsfertigen,
hochwirksamen Säurebad ansetzen.
Allpex
Dieses Universalbeizmittel empfehlen wir zur
Beseitigung von Oberflächenoxiden und
Flussmittelresten für alle Gold- und Silberle-
gierungen sowie für Buntmetalle. Für Eisen-
metalle ist es nicht geeignet. Ein Messbecher
(ca. 30 g) in 250 ml Wasser z.B. im Degussa-
Beizgerät auflösen. Bei einer Temperatur von
ca. 60 – 70 °C hat die Beize einen optimalen
Wirkungsgrad.
b … entwickelt keine korrosiven oder ge-
sundheitsschädlichen Dämpfe.
b … schließt Geruchsbelästigungen aus.
b … ist unbegrenzt lagerfähig.
(sollte bei 333/- Goldlegierungen nicht
eingesetzt werden – löst die unedlen
Bestandteile).
Ansetzen der Beize
10%ige Schwefelsäure H2SO4
Den Beizbehälter mit Wasser füllen, dann die
entsprechende Menge Säure nachfüllen.
Als Alternative kann auch verdünnte Schwe-
felsäure eingesetzt werden. Der Nachteil da-
bei ist, dass die meisten Legierungen in der
Goldschmiede-Werkstatt Kupfer enthalten.
Durch die oxidierende Wirkung der Schwefel-
säure werden nicht nur die Oxide gelöst, son-
dern es können auch die hochkupferhaltigen
Phasenbestandteile, die insbesondere bei
niederkarätigen Legierungen auftreten, gelöst
werden. Dies kann zu einer irreversiblen
Gefügeschädigung führen.
… erst das Wasser, dann die Säure, sonst
geschieht das Ungeheure.
Die beste und bewährteste Einrichtung ist
das Beizgerät. Es ist ein beheizbares Spe-
zialgerät, das für die Erfordernisse des Gold-
schmieds entwickelt wurde. Das Gerät er-
möglicht dem Goldschmied, Edelmetallwerk-
stücke rationell abzusäuern. Die thermostati-
sche Steuerung des elektrisch beheizten
Gerätes und der damit verbundene geringe
Stromverbrauch gestatten eine Dauerbe-
heizung während des ganzen Arbeitstages.
10%ige Salpetersäure HNO3
Bei den Platinlegierungen empfehlen wir
vor jeder erforderlichen Zwischenglühung
(bei 950 – 1000 °C Weißglut) – z.B.nach dem
Walz- oder Ziehvorgang – das Abbeizen der
Werkstücke mit dieser verdünnten Salpeter-
säure. Durch diesen zusätzlichen Arbeitsauf-
wand ist sichergestellt, dass der Oberfläche
keine metallischen Verunreinigungen anhaf-
ten, die beim Glühvorgang in das Platin dif-
fundieren oder chemisch reagieren. Das
Ergebnis solcher Vorgänge ist meist eine
Schädigung, die in nachfolgenden Arbeits-
gängen als Versprödung erkennbar wird.
Achtung!
Nach dem Glühvorgang das Werkstück nicht
in der Beize abschrecken, sondern normales
Wasser verwenden. Beim Abschrecken in der
Beize erhitzt sich diese lokal und kann auf-
grund der höheren Temperatur auch edlere
Phasenbestandteile und/oder die Korngren-
zen anlösen. Dies führt zu Schädigungen, die
unter Umständen erst in der Weiterverarbei-
tung sichtbar werden.
10 – 15%ige Ameisensäure HCOOH
Nachdem Schweiß-, Löt- oder Glühvorgang
bei Palladiumlegierungen sollte das
Werkstück bevorzugt mit dieser Ameisen-
säure abgebeizt werden.
7
8
Die wichtigsten Metalle
und ihre technischen Daten
> Elemente <
Metalle
lateinische
englische
chem.
Ordnungs- Schmelz-
Siede-
Dichte
g/cm3
Ritzhärte
Bezeichnung
Bezeichnung
Symbol
zahl
13
4
punkt °C
punkt °C
nach Mohs
Aluminium
Beryllium
Blei
alumen
beryllos (grch)
plumbum
cadmia (grch)
chromos (grch)
ferrum
aluminium
beryllium
lead
Al
660
2467
2970
1740
765
2,70
1,85
2,75
6 – 7
1,2
2
Be
Pb
Cd
Cr
1278
327
82
48
24
26
31
79
72
49
77
27
29
12
25
42
28
41
76
46
78
80
75
45
44
47
73
22
23
83
74
30
50
40
11,34
8,65
Cadmium
Chrom
cadmium
chromium
iron
321
1890
1535
29,8
2640
2750
2403
2808
4602
2080
4130
2870
2595
1107
2032
5560
2732
4968
5027
3140
3827
356
7,19
9
Eisen
Fe
Ga
Au
Hf
7,87
4,5
1,5
2,5 – 3
2 – 3
1,2
7
Gallium
Gold
gallia
gallium
gold
5,90
aurum
1064
2227
156
19,32
13,31
7,31
Hafnium
Indium
hafnia
hafnium
indium
(1)
In
Iridium
Kobalt
irideios (grch)
(2)
iridium
Ir
2410
1495
1083
649
22,65
8,89
cobalt
Co
Cu
Mg
Mn
Mo
Ni
5,5
2,5 – 3
2
Kupfer
cuprum
(3)
copper
8,95
Magnesium
Mangan
Molybdän
Nickel
magnesium
manganese
1,74
magnes
1244
2617
1453
2468
3054
1554
1772
– 39
7,44
6
molybdos (grch) molybdenium
10,28
8,90
5,5
3,8
4
(4)
nickel
Niob
(5)
niobium
osmium
palladium
platinum
mercury
rhenium
rhodium
ruthenium
silver
Nb
Os
Pd
Pt
8,58
Osmium
Palladium
Platin
osme (grch)
(6)
22,59
12,02
21,45
13,55
21,04
12,41
12,37
10,49
16,65
4,54
7,5
5
platina (span)
hydrargyrum
rhenus
4,3
0
Quecksilber
Rhenium
Rhodium
Ruthenium
Silber
Hg
Re
Rh
Ru
Ag
Ta
Ti
3180
1966
2310
961,9
2996
1668
1890
271,3
3410
420
5630
3730
3900
2163
5425
3262
3378
1560
5657
907
7 – 8
6
rhódon (grch)
ruthenia (grch)
argentum
(7)
6,5
2,7
6,5
3 – 4
5
Tantal
tantalum
titanium
vanadium
bismuth
tungsten
zinc
Titan
(8)
Vanadium
Wismut
Wolfram
Zink
(9)
V
6,11
bismutum
(10)
Bi
9,79
2,5
4,5 – 8
2,5
1,8
7 – 8
W
19,25
7,13
zincum
Zn
Sn
Zr
Zinn
stannum
zargun (arab)
tin
232
2270
4377
7,29
Zirkonium
zirconium
1852
6,51
(1) … aufgrund seiner blauen Spektrallinie.
(3) … nach der Stadt Magnesia in Kleinasien.
(5) … nach der Tochter Niobe des Tantalos.
(7) … nach dem Sagenkönig Tantalos.
(2) … von den Bergleuten nach den Kobolden genannt.
(4) … nach einem Bergkobold.
(6) … nach der griech. Göttin Pallas Athene.
(8) … nach den Titanen (Riesen).
(10) … nach dem Mineral Wolframit.
(9) … von Vanadis, Beiname der nord. Göttin Freya.
Feinsilber-Gewichtstabelle
Bleche, Streifen, Bänder
Gewichte in Gramm pro Stück – Länge 1000 mm
Breite Dicke in mm
in mm 0,50
1
0,80
1,00
11
1,20
13
1,50
16
1,75
18
2,00
21
2,50
26
3,00
32
3,50
37
4,00
42
4,50
47
5,00
53
5
8
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
16
21
26
32
37
42
47
53
17
25
34
42
50
59
67
76
84
21
32
42
53
63
74
84
95
105
25
38
50
63
76
32
47
63
79
95
110
126
142
158
37
55
74
42
63
84
105
126
147
168
189
210
53
79
63
95
74
110
147
184
221
257
294
331
368
84
126
168
210
252
294
336
378
420
95
142
189
236
284
331
378
425
473
105
158
210
263
315
368
420
473
525
105
131
158
184
210
236
263
126
158
189
221
252
284
315
92
110
129
147
165
184
88
101
113
126
12
14
16
18
20
22
24
26
28
30
63
74
84
101
118
134
151
168
185
202
218
235
252
126
147
168
189
210
231
252
273
294
315
151
176
202
227
252
277
302
328
353
378
189
221
252
284
315
347
378
410
441
473
221
257
294
331
368
404
441
478
515
551
252
294
336
378
420
462
504
546
588
630
315
368
420
473
525
578
630
683
735
788
378
441
504
567
630
693
756
819
882
945
441
515
588
662
735
809
882
956
1029
1103
504
588
672
756
840
567
662
756
851
945
1040
1134
1229
1323
1418
630
735
840
95
945
105
116
126
137
147
158
1050
1155
1260
1365
1470
1575
924
1008
1092
1176
1260
35
40
45
50
55
60
65
70
75
80
184
210
236
263
289
315
341
368
394
420
294
336
378
420
462
504
546
588
630
672
368
420
473
525
578
630
683
735
788
840
441
504
567
630
693
756
819
882
945
1008
551
630
709
788
866
643
735
827
735
840
945
1050
1155
1260
1365
1470
1575
1680
919
1050
1181
1313
1444
1575
1706
1838
1969
2100
1103
1260
1418
1575
1733
1890
2048
2205
2363
2520
1286
1470
1654
1838
2021
2205
2389
2573
2756
2940
1470
1680
1890
2100
2310
2520
2730
2940
3150
3360
1654
1890
2126
2363
2599
2835
3071
3308
3544
3780
1838
2100
2363
2625
2888
3150
3413
3675
3938
4200
919
1011
1103
1194
1286
1378
1470
945
1024
1103
1181
1260
100
150
200
250
300
350
400
450
500
550
600
650
700
750
800
850
900
950
1000
525
788
840
1260
1680
2100
2520
2940
3360
3780
4200
4620
5040
5460
5880
6300
6720
7140
7560
7980
1050
1575
2100
2625
3150
3675
4200
4725
5250
5775
6300
6825
7350
7875
1260
1890
2520
3150
3780
4410
5040
5670
6300
6930
7560
1575
2363
3150
3938
4725
5513
6300
7088
7875
1838
2756
3675
4594
5513
6431
7350
8269
2100
3150
4200
5250
6300
7350
2625
3938
5250
6563
7875
3150
4725
6300
7875
3675
5513
7350
4200
6300
8400
4725
7088
9450 10500
5250
7875
1050
1313
1575
1838
2100
2363
2625
2888
3150
3413
3675
3938
4200
4463
4725
4988
5250
9188 10500 11813 13125
9450 11025 12600 14175 15750
9188 11025 12863 14700 16538 18375
8400 10500 12600 14700 16800 18900 21000
9450 11813 14175 16538 18900 21263 23625
9188 10500 13125 15750 18375 21000 23625 26250
8663 10106 11550 14438 17325 20213 23100 25988 28875
9450 11025 12600 15750 18900 22050 25200 28350 31500
8190 10238 11944 13650 17063 20475 23888 27300 30713 34125
8820 11025 12863 14700 18375 22050 25725 29400 33075 36750
9450 11813 13781 15750 19688 23625 27563 31500 35438 39375
8400 10080 12600 14700 16800 21000 25200 29400 33600 37800 42000
8925 10710 13388 15619 17850 22313 26775 31238 35700 40163 44625
9450 11340 14175 16538 18900 23625 28350 33075 37800 42525 47250
9975 11970 14963 17456 19950 24938 29925 34913 39900 44888 49875
8400 10500 12600 15750 18375 21000 26250 31500 36750 42000 47250 52500
Umrechnungsfaktoren für verschiedene Schmucklegierungen siehe Seite 12.
9
10
Feinsilber-Gewichtstabelle
Drähte, Stangen, Rohre
Gewichte in Gramm pro Meter – Rundmaterial
Ø
Meter-
Ø
Meter-
Ø
Meter-
Ø
Meter-
in mm gewicht/g
in mm gewicht/g
in mm gewicht/g
in mm gewicht/g
0,1 . . . . 0,1
0,2 . . . . 0,3
0,3 . . . . 0,7
0,4 . . . . 1,3
0,5 . . . . 2,1
0,6 . . . . 3,0
0,7 . . . . 4,0
0,8 . . . . 5,3
0,9 . . . . 6,7
1,0 . . . . 8,2
1,1 . . . . 10,0
1,2 . . . . 11,9
1,3 . . . . 13,9
1,4 . . . . 16,2
1,5 . . . . 18,5
1,6 . . . . 21,1
1,7 . . . . 23,8
1,8 . . . . 26,7
1,9 . . . . 29,8
2,0 . . . . 33,0
2,1 . . . . 36,3
2,2 . . . . 39,9
2,3 . . . . 43,6
2,4 . . . . 47,5
2,5 . . . . 51,5
2,6 . . . . 55,7
2,7 . . . . 60,1
2,8 . . . . 64,6
2,9 . . . . 69,3
3,0 . . . . 74,2
3,1 . . . . 79,2
3,2 . . . . 84,4
3,3 . . . . 89,8
3,4 . . . . 95,3
3,5 . . . . 101,0
3,6 . . . . 106,8
3,7 . . . . 112,8
3,8 . . . . 119,0
3,9 . . . . 125,4
4,0 . . . . 131,9
4,1 . . . . 138,6
4,2 . . . . 145,4
4,3 . . . . 152,4
4,4 . . . . 159,6
4,5 . . . . 166,9
4,6 . . . . 174,4
4,7 . . . . 182,1
4,8 . . . . 189,9
4,9 . . . . 197,9
5,0 . . . . 206,1
5,1 . . . . 214,4
5,2 . . . . 222,9
5,3 . . . . 231,5
5,4 . . . . 240,4
5,5 . . . . 249,3
5,6 . . . . 258,5
5,7 . . . . 267,8
5,8 . . . . 277,3
5,9 . . . . 286,9
6,0 . . . . 296,7
6,1 . . . . 306,7
6,2 . . . . 316,8
6,3 . . . . 327,1
6,4 . . . . 337,6
6,5 . . . . 348,2
6,6 . . . . 359,0
6,7 . . . . 370,0
6,8 . . . . 381,1
6,9 . . . . 392,4
7,0 . . . . 403,9
7,1 . . . . 415,5
7,2 . . . . 427,3
7,3 . . . . 439,2
7,4 . . . . 451,4
7,5 . . . . 463,6
7,6 . . . . 476,1
7,7 . . . . 488,7
7,8 . . . . 501,5
7,9 . . . . 514,4
8,0 . . . . 527,5
8,1 . . . . 540,8
8,2 . . . . 554,2
8,3 . . . . 567,8
8,4 . . . . 581,6
8,5 . . . . 595,5
8,6 . . . . 609,6
8,7 . . . . 623,9
8,8 . . . . 638,3
8,9 . . . . 652,9
9,0 . . . . 667,6
9,1 . . . . 682,6
9,2 . . . . 697,6
9,3 . . . . 712,9
9,4 . . . . 728,3
9,5 . . . . 743,9
9,6 . . . . 759,6
9,7 . . . 775,5
9,8 . . . 791,6
9,9 . . . 807,8
10,0 . . . 824,3
10,1 . . . 840,8
10,2 . . . 857,5
10,3 . . . 874,4
10,4 . . . 891,5
10,5 . . . 908,7
10,6 . . . 926,1
10,7 . . . 943,7
10,8 . . . 961,4
10,9 . . . 979,3
11,0 . . . 997,3
11,1 . . . 1015,6
11,2 . . . 1033,9
11,3 . . . 1052,5
11,4 . . . 1071,2
11,5 . . . 1090,1
11,6 . . . 1109,1
11,7 . . . 1128,3
11,8 . . . 1147,7
11,9 . . . 1167,2
12,0 . . . 1186,9
12,1 . . . 1206,8
12,2 . . . 1226,8
12,3 . . . 1247,0
12,4 . . . 1267,4
12,5 . . . 1287,9
12,6 . . . 1308,6
12,7 . . . 1329,4
12,8 . . . 1350,5
12,9 . . . 1371,6
13,0 . . . 1393,0
13,1 . . . 1414,5
13,2 . . . 1436,2
13,3 . . . 1458,0
13,4 . . . 1480,0
13,5 . . . 1502,2
13,6 . . . 1524,5
13,7 . . . 1547,0
13,8 . . . 1569,7
13,9 . . . 1592,5
14,0 . . . 1615,5
14,1 . . . 1638,7
14,2 . . . 1662,0
14,3 . . . 1685,5
14,4 . . . 1709,2
14,5 . . . 1733,0
15,0 . . . 1854,6
15,5 . . . 1980,3
16,0 . . . 2110,1
16,5 . . . 2244,0
17,0 . . . 2382,1
17,5 . . . 2524,3
18,0 . . . 2670,6
18,5 . . . 2821,0
19,0 . . . 2975,5
19,5 . . . 3134,2
20,0 . . . 3297,0
20,5 . . . 3463,9
21,0 . . . 3634,9
21,5 . . . 3810,1
22,0 . . . 3989,4
22,5 . . . 4172,8
23,0 . . . 4360,3
23,5 . . . 4551,9
24,0 . . . 4747,7
24,5 . . . 4947,6
25,0 . . . 5151,6
25,5 . . . 5359,7
26,0 . . . 5571,9
26,5 . . . 5788,3
27,0 . . . 6008,8
27,5 . . . 6233,4
28,0 . . . 6462,1
28,5 . . . 6695,0
29,0 . . . 6931,9
29,5 . . . 7173,0
30,0 . . . 7418,3
30,5 . . . 7667,6
31,0 . . . 7921,0
31,5 . . . 8178,6
32,0 . . . 8440,3
32,5 . . . 8706,1
33,0 . . . 8976,1
33,5 . . . 9250,1
34,0 . . . 9528,3
34,5 . . . 9810,6
35,0 . . . 10097,1
35,5 . . . 10387,6
36,0 . . . 10682,3
36,5 . . . 10981,1
37,0 . . . 11284,0
37,5 . . . 11591,0
38,0 . . . 11902,2
Angegeben sind die Metergewichte für massive Rundquerschnitte. Das Metergewicht eines
Rohres errechnet sich, indem das Gewicht des Innendurchmessers – Massivgewicht – vom
Außendurchmesser – Massivgewicht – abgezogen wird.
Umrechnungsfaktoren für andere Querschnitte:
b Quadratische Stangen oder Rohre
1,2739
1,10266
b Sechskant-Stangen oder Rohre (Schlüsselweite)
Umrechnungsfaktoren für verschiedene Schmucklegierungen siehe Seite 12.
Feinsilber-Gewichtstabelle
Ronden und Scheiben
Gewichte in Gramm pro Stück – Blechdicke 1,0 mm
Ø
Stück-
Ø
Stück-
Ø
Stück-
Ø
Stück–
in mm gewicht/g
in mm gewicht/g
in mm gewicht/g
in mm gewicht/g
5 . . . . . 0,2
6 . . . . . 0,3
7 . . . . . 0,4
8 . . . . . 0,5
9 . . . . . 0,7
10 . . . . . 0,8
11 . . . . . 1,0
12 . . . . . 1,2
13 . . . . . 1,4
14 . . . . . 1,6
15 . . . . . 1,9
16 . . . . . 2,1
17 . . . . . 2,4
18 . . . . . 2,7
19 . . . . . 3,0
20 . . . . . 3,3
21 . . . . . 3,6
22 . . . . . 4,0
23 . . . . . 4,4
24 . . . . . 4,7
25 . . . . . 5,2
26 . . . . . 5,6
27 . . . . . 6,0
28 . . . . . 6,5
29 . . . . . 6,9
30 . . . . . 7,4
31 . . . . . 7,9
32 . . . . . 8,4
33 . . . . . 9,0
34 . . . . . 9,5
35 . . . . .10,1
36 . . . . .10,7
37 . . . . .11,3
38 . . . . .11,9
39 . . . . .12,5
40 . . . . .13,2
41 . . . . .13,9
42 . . . . .14,5
43 . . . . .15,2
44 . . . . .16,0
45 . . . . .16,7
46 . . . . .17,4
47 . . . . .18,2
48 . . . . .19,0
49 . . . . .19,8
50 . . . . .20,6
51 . . . . .21,4
52 . . . . .22,3
53 . . . . .23,2
54 . . . .24,0
55 . . . .24,9
56 . . . .25,8
57 . . . .26,8
58 . . . .27,7
59 . . . .28,7
60 . . . .29,7
61 . . . .30,7
62 . . . .31,7
63 . . . .32,7
64 . . . .33,8
65 . . . .34,8
66 . . . .35,9
67 . . . .37,0
68 . . . .38,1
69 . . . .39,2
70 . . . .40,4
71 . . . .41,6
72 . . . .42,7
73 . . . .43,9
74 . . . .45,1
75 . . . .46,4
76 . . . .47,6
77 . . . .48,9
78 . . . .50,1
79 . . . .51,4
80 . . . .52,8
81 . . . .54,1
82 . . . .55,4
83 . . . .56,8
84 . . . .58,2
85 . . . .59,6
86 . . . .61,0
87 . . . .62,4
88 . . . .63,8
89 . . . .65,3
90 . . . .66,8
91 . . . .68,3
92 . . . .69,8
93 . . . .71,3
94 . . . .72,8
95 . . . .74,4
96 . . . .76,0
97 . . . .77,6
98 . . . .79,2
99 . . . .80,8
100 . . . .82,4
101 . . . .84,1
102 . . . .85,8
103 . . . . 87,4
104 . . . . 89,2
105 . . . . 90,9
106 . . . . 92,6
107 . . . . 94,4
108 . . . . 96,1
109 . . . . 97,9
110 . . . . 99,7
111 . . . .101,6
112 . . . .103,4
113 . . . .105,2
114 . . . .107,1
115 . . . .109,0
116 . . . .110,9
117 . . . .112,8
118 . . . .114,8
119 . . . .116,7
120 . . . .118,7
121 . . . .120,7
122 . . . .122,7
123 . . . .124,7
124 . . . .126,7
125 . . . .128,8
126 . . . .130,9
127 . . . .132,9
128 . . . .135,0
129 . . . .137,2
130 . . . .139,3
131 . . . .141,4
132 . . . .143,6
133 . . . .145,8
134 . . . .148,0
135 . . . .150,2
136 . . . .152,5
137 . . . .154,7
138 . . . .157,0
139 . . . .159,3
140 . . . .161,6
141 . . . .163,9
142 . . . .166,2
143 . . . .168,6
144 . . . .170,9
145 . . . .173,3
146 . . . .175,7
147 . . . .178,1
148 . . . .180,5
149 . . . .183,0
150 . . . .185,5
151 . . . .187,9
152 . . . .190,4
153 . . . .192,9
154 . . . .195,5
155 . . . .198,0
156 . . . .200,6
157 . . . .203,2
158 . . . .205,8
159 . . . .208,4
160 . . . .211,0
161 . . . .213,7
162 . . . .216,3
163 . . . .219,0
164 . . . .221,7
165 . . . .224,4
166 . . . .227,1
167 . . . .229,9
168 . . . .232,6
169 . . . .235,4
170 . . . .238,2
171 . . . .241,0
172 . . . .243,8
173 . . . .246,7
174 . . . .249,5
175 . . . .252,4
176 . . . .255,3
177 . . . .258,2
178 . . . .261,2
179 . . . .264,1
180 . . . .267,1
181 . . . .270,0
182 . . . .273,0
183 . . . .276,0
184 . . . .279,1
185 . . . .282,1
186 . . . .285,2
187 . . . .288,2
188 . . . .291,3
189 . . . .294,4
190 . . . .297,6
191 . . . .300,7
192 . . . .303,9
193 . . . .307,0
194 . . . .310,2
195 . . . .313,4
196 . . . .316,6
197 . . . .319,9
198 . . . .323,1
199 . . . .326,4
200 . . . .329,7
Bei Ronden mit anderen Stärken, einfach Gewicht mit Dicke multiplizieren.
Umrechnungsfaktoren für verschiedene Schmucklegierungen siehe Seite 12.
11
12
Umrechnungsfaktoren
von Schmucklegierungen und Feinmetallen
Werkstoff
Dichte
g/cm3
Faktor
Werkstoff
Dichte
g/cm3
Faktor
Rotgold
Weißgold Mn
585/40
750/40
13,1
15,1
1,248
1,438
588 E
751 E
13,7
14,3
1,305
1,362
Roségold
Weißgold Ni
333/90
375/90
585/100
750/90
900/-
10,9
11,2
13,3
15,3
17,3
17,6
1,038
1,067
1,267
1,457
1,648
1,676
335 H2
590 H1
587 H2
760 H1
752 H2
10,3
12,7
12,7
14,9
14,8
0,981
1,210
1,210
1,419
1,410
917/10
Weißgold Ag
Gelbgold
333/585
375/560
12,1
12,4
1,152
1,181
333/75
333/120 G
375/120
375/150
376/60
585/45
585/200
585/260
585/300
585/340
750/125
750/130
750/150
900/50
917/53
986/-
10,6
10,5
10,9
10,9
11,0
12,8
13,6
13,8
13,9
14,0
15,4
15,4
15,5
17,6
17,9
19,0
19,0
1,010
1,000
1,038
1,038
1,048
1,219
1,295
1,314
1,324
1,333
1,467
1,467
1,476
1,676
1,705
1,810
1,810
Palladium
950/20
11,8
1,123
Platin
800/200 Pt/Ir
950/- Pt/Co
950/- Pt/W
960/- Pt/Cu
950/- Pt/Plus
21,7
20,5
21,0
20,3
19,3
2,067
1,952
2,000
1,933
1,838
Silber
835/-
925/-
935/-
970/-
10,2
10,4
10,4
10,4
0,971
0,991
0,991
0,991
990/-
Feinmetalle
Weißgold Pd
Feinsilber
Feingold
10,5
19,3
21,5
12,0
1,000
1,838
2,048
1,143
585 S2
590 S
14,4
14,5
14,5
16,0
15,8
16,0
15,8
16,0
15,8
16,3
16,0
1,371
1,381
1,381
1,524
1,505
1,524
1,505
1,524
1,505
1,552
1,524
Reinplatin
Reinpalladium
590 M
750 S
750 M
750 S2
750 M
750 P
750 M
750 CHR
750 A
Die in den Gewichtstabellen abgelesenen
Gewichte wurden auf Basis von Feinsilber
erstellt – spez. Gewicht 10,5.
Um die Gewichte anderer Metalle zu er-
mitteln, wird das dargestellte Gewicht mit
dem obigen Faktor multipliziert.
Einheiten des Internationalen
Einheitensystems (SI)
Größe
SI-Einheit
Name
weitere Einheiten
Umrechnungsfaktoren
Zeichen Vielfache Name
Zeichen
Länge
Meter
m
km
cm
mm
Fläche
Quadratmeter
Meter hoch zwei
Meterquadrat
m2
m3
kg
s
cm2
Ar
a
1 a = 100 m2
nur für Grund-
und Flurstücke
2
mm2
Hektar
ha
1 ha = 10000 m
}
Volumen
Masse
Kubikmeter
Meter
hoch drei
cm3
Liter
l
1 l = 1 dm3 = 0,001 m3
1 t = 1000 kg = 1 Mg
mm3
Kilogramm
Mg
g
mg
Tonne
t
Zeit
Zeitspanne
Sekunde
Minute
Stunde
Tag
Min.
h
d
1 Min. = 60 s
1 h = 60 Min. = 3 600 s
1 d = 24 h = 86 400 s
Drehzahl
reziproke
Sekunde
1/s
s –1
reziproke
Minute
1/Min.
Min. –1
1/Min. = 1/60 s
1
Geschwindig- Meter durch
keit
Kilometer
durch Stunde
km/h
1 km/h =
m/s
Sekunde
m/s
3,6
Volumen-
strom
Kubikmeter
durch Sekunde
m3/s
m3/h
l/Min.
l/s
1 m3/h = 16.67 l/Min. = 0,28 l/s
1 m3/s = 60 000 l/Min.
Kraft
Newton
N
1 N = 1 kg m/s2
1 kp = 9,81 N
1 kp = 1 da N
Druck
Newton durch
Quadratmeter
Pascal
N/m2
Pa
1 N/m2 = 1 Pa
1 bar = 105 Pa
Bar
bar
Energie
Arbeit
1 J = 1 Nm = 1 Ws = 1 kg m2/s2
1 kWh = 3,6 MJ
1 kpm = 9,81 J
Joule
J
Kilowattstunde
kWh
Drehmoment Newtonmeter
Joule
Nm
J
1 Nm = 1 J = 1 Ws
1 kpm = 9,81 Nm = 9,81 J
Leistung
Energiestrom
Wärmestrom Watt
1 W = 1 J/s = 1 Nm/s = 1 VA
1 kpm/s = 9,81 W
W
Härte
Brinellhärte
Vickershärte
HB
HV
HB = 0,95 x HV
HV = HB : 0,95
kinematische Quadratmeter
m2/s
K
1 cSt = 10 –5 m2/s
1 cSt = 1 mm2/s
Viskosität
durch Sekunde
Temperatur
Kelvin
Grad Celsius
Grad Fahrenheit
°C
°F
K = °C +273
F = (°C x 9/5) + 32
13
14
Maßeinheiten
für den Goldschmied
Legierungsbestandteile – Feingold – in Karatangabe
Karat
24
23,66
23
22
21,6
21
Feingold in ‰
1000
986
958
917
900
875
833
792
Karat
18
17
16
14
12
10
9
Feingold in ‰
750
708
667
585
500
417
375
333
20
19
8
Gewichte
Edelsteingewicht
Perlengewicht
Edelmetallgewicht
Karat
Grain
Unze
1 Karat
1 Grain
1 Unze
= 200 mg = 0,2 g
=
=
50 mg = 0,05 g
31,103479 g
Materialstärke
Nummern
(alte Bezeichnung)
300 = 1,5 mm
140 = 0,7 mm
80 = 0,4 mm
50 = 0,25 mm
200 = 1,0 mm
100 = 0,5 mm
60 = 0,3 mm
30 = 0,15 mm
Wertbestimmung für Silber
Lot
16-lotiges Silber ist
15-lotiges Silber ist
14-lotiges Silber ist
13-lotiges Silber ist
12-lotiges Silber ist
11-lotiges Silber ist
10-lotiges Silber ist
1000 ‰
938 ‰
875 ‰
813 ‰
750 ‰
688 ‰
625 ‰
(alte Bezeichnung)
Härteskala von Mineralien
Stoffart
Chemische
Härtegrad
Brinell- Bemerkung
Verbindungen
Mg3[(OH)2|Si4O10
CaSO4 ·2H2O
CaCO3
nach Mohs härte
Talk
Gips
]
1
2
3
4
5
6
7
8
9
5
20
92
110
237
253
308
525
1150
/
mit dem Fingernagel ritzbar
mit dem Fingernagel ritzbar
mit Cu-Münze ritzbar
mit dem Messer ritzbar
Härte eines Stahlnagels
Härte von Fensterglas
ritzt Glas
Calcit (Kalkspat)
Fluorit (Flussspat) CaF2
Apatit
Feldspat
Quarz
Topas
Korund
Diamant
Ca5[F|(PO4)3]
K(A)Si3O8
SiO2
Al2(SiO2)(OH,F)2
Al2O3
C
ritzt Glas
ritzt Glas
10
ritzt Glas
Gase in der Goldschmiede-
werkstatt und Formelsammlung
Brenngase
Bezeichnung
Erdgas
chemische Formel
ca. Werte
Flammentemperatur °C
mit Luft
mit O2
90% CH4, 5% C2H6, 2% C3HC8, 1% C4H10
Rest sind sonstige Kohlenwasserstoffe
1850
2900
Propangas
Acetylengas
Wasserstoff
Luft
C3H8
C2H2
H2
1900
2300
2050
2850
3000
3200
78% N2, 21% O2, 1% Edelgase und
CO2 (Volumen %)
gasförmige gesättigte Kohlenwasserstoffe
ungesättigte Kohlenwasserstoffe
CH4
Methan
Ethan
C3H8
Propan
Butan
C2H2
C2H4
Acetylen
Äthylen
C2H6
C4H10
Schutzgase
Bezeichnung
chemische Formel
Ammoniakspaltgas
Argon
NH3
Ar
Formiergas
Stickstoff
95/5 N2H2
N2
Formelsammlung
Umfang und Flächenberechnungen
Oberflächen- und Volumenberechnungen
Würfel
Quadrat
U = 4 x l
F = l x l
F = l x l
O = l x l x 6
V = l x l x l
Rechteck
Zylinder
U = 2 x (l + b)
O = 2 x ꢀ x r x (r+h)
V = ꢀ x r2 x h
Dreieck
U = 3 x l
Pyramide
l x h
F =
l x b x h
V =
2
3
Kreis
U = d x ꢀ
Kegel
F x H
V =
F = r2 x ꢀ
O = ꢀ x r2 + ꢀ x r x h
3
Ellipse
U = R + r x ꢀ
Kugel
F = ꢀ x R x r
O = 4 x ꢀ x r2
V = r3 x ꢀ x 4/3
Kreisring
F = ꢀ x (R2 – r2)
ꢀ = 3,14
b
h
= Breite
= Höhe
r
= kleiner Radius
d
= Durchmesser
l
= Länge
R = großer Radius
15
16
Farbgrade und Reinheit
von Diamant oder Brillant
sowie Durchmesser und Gewichte von Brillanten
die 4 C’s
Internationale Begriffe
Colour (Farbe)
Abkürzung
Definitionen
Hochfeines Weiß plus
Hochfeines Weiß
Feines Weiß plus
Feines Weiß
HFW +
HFW
FW +
FW
Für das durchschnittlich geübte
Auge – farblos –
Weiß
W
Leicht getöntes Weiß
LGW
Bei kleinen Brillanten für das durch-
schnittlich geübte Auge – farblos –,
ab 0,20 ct. ganz leicht gelb- oder
bräunliche Färbung.
Getöntes Weiß
Getönt
Farbige Diamanten
GW
GT
Für das durchschnittlich geübte Auge
als deutliche Färbung erkennbar.
Clarity (Reinheit)
Definitionen
lupenrein LR
lupenrein LR
VVSi
frei von Einschlüssen; extern ohne Makel
frei von Einschlüssen; extern mit geringen Schäden
sehr, sehr kleine Einschlüsse, die mit zehnfacher
Lupe schwer zu erkennen sind
VSi
si
sehr kleine Einschlüsse, die mit zehnfacher Lupe
zu erkennen sind
kleine Einschlüsse, die mit zehnfacher Lupe
leicht erkennbar sind
Piqué 1
Piqué 2
Einschlüsse, die mit bloßem Auge nicht erkennbar sind.
Einschlüsse, die mit bloßem Auge leicht erkennbar sind und
die Transparenz und Brillanz zu beeinträchtigen beginnen
Piqué 3
ohne Transparenz und mit dunklen Einschlüssen
Carat (Gewicht) in ct. л in mm
in ct. л in mm
in ct. л in mm
Kleinbrillanten
0,02 1,7
0,03 2,0
0,04 2,2
0,05 2,4
0,06 2,6
0,07 2,7
0,08 2,8
0,09 2,9
0,10 3,0
0,11 3,1
0,12 3,2
0,13 3,2
0,14 3,3
0,15 3,4
0,16 3,5
0,17 3,6
0,18 3,7
Fünf pro 0,19 3,7
0,36 4,6
0,37 4,6
0,38 4,7
0,39 4,7
0,40 4,8
0,41 4,8
0,42 4,9
0,43 4,9
0,44 4,9
0,45 5,0
0,46 5,0
0,47 5,1
0,48 5,1
0,49 5,2
0,50 5,2
1,00 6,5
2,00 8,2
Karat
0,20 3,8
0,21 3,8
0,22 3,9
0,23 4,0
Vierzig-
punkte
Vier pro 0,24 4,0
Mèlé
Karat
0,25 4,1
0,26 4,1
0,27 4,2
0,28 4,2
0,29 4,3
0,30 4,3
0,31 4,3
Sechs pro
Karat
Drei pro 0,32 4,4
Karat
1/2–
Karäter
Karäter
0,33 4,4
0,34 4,5
0,35 4,5
Cut (Schliff) Ø der Brillant-Rondiste 100% – Ø der Tafel 56% – Höhe Oberteil 14,4%
– Höhe Unterteil 43,2% –. Der Brillant hat 57 Facetten (ohne Kalette).
Oberteil: 1 Tafel-, 8 Tafel-, 8 Haupt- und 16 Rondistfacetten.
Unterteil: 16 Rondist- und 8 Hauptfacetten.
Galvanik – Technische Daten
und allgemeine Hinweise
Arbeits-
bedingungen
Entfettungs-
bad 6030
Goldglänz-
bad 408 WS
Hart-
vergoldungen
Rhodium-
bad J2
Rhodium-
bad TD
Mattsilber-
bad
Badtyp
alkalischer
Reiniger
alkalisch-
cyanidhaltig
alkalisch-
cyanidhaltig
stark sauer
stark sauer
alkalisch-
cyanidhaltig
Lieferzustand
100 g/Liter
Salzgemisch
für 1 Liter Bad
130 g/ Liter
Salzgemisch
für 1 Liter Bad
Salzgemisch
für 1 Liter Bad
100 ml Konzen-
trat flüssig
für 1 Liter Bad
200 ml Konzen-
trat flüssig
für 1 Liter Bad
Salzgemisch
für 1 Liter Bad
Edelmetall-
inhalt
0
0
1 g Au/ 1 l Bad
2 g Rh/ 1 l Bad
2 g Rh/1 l Bad
30 g Ag/ 1 l Bad
20 – 25
Bad-Temperatur
in °C
50
65 – 75
65
3
20 – 40
20 – 40
Badspannung
in Volt
8 – 10
ca. 15 – 20
100 – 300 A/dm2
> 7
2 – 2,5
2 – 3
0,5 – 1
Stromdichte
in A/dm2
ca. 12 A/dm2
mind. 5 A/dm2
1 A/dm2
1 – 2 A/dm2
0,05 – 0,5 A/dm2
Waren-
bewegung
nicht
erforderlich
nicht
erforderlich
darf nicht
stattfinden!
erforderlich
2 – 8 cm/sec
erforderlich
5 – 10 cm/sec
erforderlich,
2 – 8 cm/sec
Zeit
30 – 60 sec
entfällt
je nach
30 – 60 sec
60 – 120 sec
60 – 120 sec
ca. 0,5 µm
1 µm in
Abscheidung
3 – 4 Min.
Schichtdicke
maximal
entfällt
ca. 0,1 – 0,2 µm
ca. 0,2 µm
bis zu 100 µm
Anoden/
Kathoden
Anode
Edelstahl
V2A
Kathode
nichtrostender
Stahl
Anode
nichtrostender
Stahl
Anode
platiniertes
Titan
Anode
platiniertes
Titan
Anode
Feinsilber
Überzug
0
0
glänzend wie
glänzend wie
glänzend wie
der Überzug ist
das Grundmetall das Grundmetall das Grundmetall matt
Härte in HV
pH-Wert
0
0
mit Härtezusatz
ca. 11
ca. 800 – 900
< 1
ca. 800 – 900
< 1
ca. 100 – 110
alkalisch
alkalisch
0
alkalisch
0
Abscheidungsge-
schwindigkeit
ca. 0,2µm/Min.
ca. 0,025 µm/Min. ca. 0,06 µm/Min. 1 µm 3 – 4 Min.
bei 0,5 A/dm2
Badbehälter
Kunststoffwanne aus nichtrosten- gummierte
Kunststoffwanne Kunststoffwanne Kunststoffwanne
aus alkali- und
temperatur-
dem Stahl oder
Polypropylen
Stahlwanne
aus
aus
oder emaillierte
Stahlwanne,
(alkalibeständig
bis 70 °C) oder
Polypropylen
Polypropylen
Polypropylen
beständigem
(70 °C) Material
alkalibeständig
17
18
Galvanik –
Fehler und Ursachen
Fehler
Mögliche Ursachen
Abhilfe
Unbeabsichtigte (Wasser-
stoff-) Gasentwicklung an
der Ware.
Zu hohe Badspannung.
Mit niedrigerer Badspannung arbeiten.
Zu starke Gasentwicklung
und deshalb zu geringe
Stromausbeute.
Zu geringer Metallgehalt des
Bades.
(1). Bei Verwendung löslicher Anoden: Evtl. Anoden-
fläche vergrößern. Beim Arbeiten mit unlöslichen
Anoden: Mehr Ergänzung zugeben oder neues
Bad ansetzen.
Zu geringe Stromdichte.
Trotz ausreichend hoher
Badspannung kein ge-
Zu geringer Metallgehalt des
Bades. Fehler an der Strom-
zuführung, oxidierte oder ver-
Siehe oben (1).
Leitungen überprüfen, insbesondere Kontakte
säubern.
nügender Stromdurchgang. schmutzte Kontakte.
Schlechte Tiefenstreuung:
ungünstig liegende
Flächen, bes. Vertiefungen,
bekommen keinen oder
zu wenig Überzug.
Zu niedrige Stromdichte.
Ungünstige Anordnung der
Anoden. Nachteilig veränderte
Badzusammensetzung.
Mit höherer Stromdichte arbeiten.
Anordnung der Anoden ändern.
Bei kleinen Bädern: Neuansatz.
Überzug ist besonders
an Rändern, Ecken
und Kanten rau,
schwammig oder
dunkel verfärbt
Zu hohe Stromdichte.
Mit niederer Stromdichte arbeiten.
Siehe oben (1).
Zu geringer Metallgehalt des
Bades.
(„verbrannt“).
Bei Warenbewegung: Zu langsame
Bewegung.
Ware schneller bewegen.
Überzug ist durchweg
rau oder porig.
Verunreinigung des Bades
Schmutz, Staub, Schwebstoffe,
Zersetzungsprodukte oder Bad-
bestandteile.
(2). Am besten mit einer für den Galvanikbedarf
geeigneten Aktivkohle (ca. 2 g/l) im Bad lösen und
nach 4 – 6 Stunden über einen Papierfaltenfilter
abgießen.
Überzug haftet nicht.
Das Grundmetall war nicht
metallisch blank und fettfrei.
(3). Oxid- oder Anlaufschichten durch Beizen ent-
fernen. Geschliffene oder polierte Ware z.B. in alka-
lische Abkochentfettungsbädern, möglichst mit
Ultraschall, vorreinigen. Anschließend bei möglichst
hoher Spannung (5 –10 Volt) elektrolytisch entfetten.
Ware nach dem elektrolytischen Entfetten nicht
mehr berühren.
Das Grundmetall lässt sich nicht
ohne besondere Vorbehandlung
mit dem betreffenden Überzug
versehen, z.B. nichtrostender
Stahl.
Das Grundmetall muss aktiviert und/oder mit einer
Zwischenschicht überzogen werden.
(Arbeitsanleitung beachten!)
Überzug ist fleckig.
Das Grundmetall war nicht
metallisch blank und fettfrei.
Unzureichendes Spülen nach
dem Beizen, Entfetten, Dekapieren
oder nach dem Galvanisieren.
Unsachgemäßes Trocknen.
Siehe oben (3).
Sorgfältig spülen; wenn möglich in fließend heißem
Wasser.
Bei kleinen Stückzahlen: Die Ware nach dem
letzten Spülen in entsalztem Wasser noch in
Spiritus schwenken und dann in harzfreiem,
warmenSägemehl oder in heißer Luft trocknen.
Überzug hat nicht die
vorgesehene Farbe.
Falsche Stromdichte.
Stromdichte entsprechend der Arbeitsanleitung
einhalten.
Bad ist verunreinigt. Bad hat nicht
mehr die richtige Zusammen-
setzung.
Filtrierung, evtl. über Aktivkohle (siehe oben) (2).
Bei kleinen Bädern, Neuansatz.
Edelsteine
in der Goldschmiede
Bezeichnung
der Edelsteine
spaltbar
säure-
empfindlich
laugen-
Härte
hitze-
empfindlich
Farbänderung
durch Hitze
empfindlich n. Mohs
Achat
nein
nein, außer in
Flusssäure
nein
6,5 – 7
nein
nein
ja, Karneol u.Tigerauge
Alexandrit
Almandin
Amazonit
Amethyst
ja gering, spröde
nein
ja, sehr
nein
ja
ja
nein, außer in
Flusssäure
ja
nein
ja
8,5
6,5 – 7,5
6
7
ja
ja
ja
ja
ja
ja, immer
ja
nein
nein
ja, ab 150 °C
Farbumschlag möglich
Aquamarin
Bergkristall
Bernstein
nein
nein, außer in
Flusssäure
nein, außer in
Flusssäure
ja, in allen
Säuren
ja
nein
nein
ja
7,5 – 8
7
ja, Hitze ab
ja
100 °C vermeiden
nein
ja
nein
ja
nein, aber spröde
nein
nein, außer Ein-
kristallen
2 – 2,5
ja, brennbar
Chalcedon
Chrysoberyll
ja
ja
6 – 7
8,5
ja
ja
ja
nein
nein
Chrysolith, Olivin
und Peridot
Chrysopras
ja, sehr
nein
ja, bes. in Fluss-
u. Schwefelsäure
nein, außer in
Flusssäure
ja
6,5 – 7
6,5 – 7
10
ja ?
nein
nein
nein
nein
nein
nein
Diamant
ja, sehr
nein
nein,
mit Luft ab 800 °C
ja, bei behandelten
Dioptas
Granat
Hämatit
Jade
ja, sehr
nein
ja, gering
nein
ja
ja
ja
ja
5
ja, sehr
ja
ja, gering
ja
ja
ja, stark
ja, stark
ja
ja
ja
nein
nein
ja
6,5 – 7,5
5 – 6,5
6,5 – 7
6 – 7
Karneol
nein
nein, außer Fluss-
u. Salzsäure
nein
Koralle
Korund
Kunzit
nein
nein
ja, sehr
ja, löslich
nein
nein, außer in
Flusssäure
ja
ja
3 – 4
9
7
ja, sehr
ja, sehr
ja, sehr
ja
es ist möglich
ja, ab 300 – 400 °C
Entfärbung möglich
Labradorit
ja, sehr
ja, besonders in
Flusssäure
ja
6 – 6,5
ja
ja
Lapislazuli
Malachit
Mondstein
Nephrit
Onyx
Opal
Perle
nein, aber spröde
nein
ja, sehr
nein
nein
nein, aber spröde
ja sehr, schalig
nein
nein, außer
Einkristallen
ja, sehr
ja, löslich
ja
ja, mäßig
nein
ja
ja sehr, löslich
ja
ja
ja
ja
ja
ja
nein
ja
ja
ja
ja
5 – 6
4
ja, sehr
ja, sehr
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
ja
6 – 6,5
5,5 – 6
6,5 – 7
5,5 – 6,5
3 – 4
6 – 6,5
5,5 – 6,5
ja
ja, sehr
ja, sehr
ja, sehr
ja, verbrennt
ja
Pyrit
Rhodonit
Rosenquarz
nein
nein, außer in
Flusssäure
nein
7
nein
nein
Smaragd
Spinell
Tansanit
nein, aber spröde
nein
ja
ja, bes. in Flusss.
nein
ja
nein
nein
ja
7,5 – 8
8
6,5 – 7
ja, zerfällt
ja
ja, sehr
ja, ab 450 °C
nein
nein, bis ca.
350 °C stabil
Tigerauge
Topas
nein
ja, besonders in
nein
nein
6 – 7
8
ja, sehr
ja, sehr
ja
Salz- u. Flusssäure
ja, sehr
ja, in Schwefel-
säure
ja, ab 200 °C
Entfärbung möglich
Türkis
Turmalin
Zirkon
nein
ja, aber spröde
ja gering, aber
sehr spröde
ja, sehr
ja
ja
ja
nein
5 – 6
7 – 7,5
6,5 – 7,5
ja, zerfällt ab 150 °C
ja, sehr
ja, sehr
ja
ja, stark
ja, stark
19
20
Fachbegriffe
für den Goldschmied
Dehn- oder Ist die Grenzspannung, bzw.
Fließgrenze das Maß für den Übergang von
Aktivkohle Produkt aus (amorphem) Koh-
lenstoff mit poröser Struktur
und großer innerer Oberfläche
(500 – 1500 m2/g). Es ist ein
Adsorptionsmittel zur Reini-
gung von Flüssigkeiten und
Gasen.
0,2 %
elastischer (zurückgehender) in
Streck- oder plastische (bleibende) Verfor-
Elastizitäts- mung. Die unterschiedlichen
grenze
0,01 %
Bezeichnungen beziehen sich
auf die Größe der bleibenden
Verformung nach der Entlas-
tung im Zugversuch.
alkalisch
Ist eine Lösung deren pH-Wert
größer als 7 ist.
dekapieren Das Entfernen von Anlauf- und
Oxidfilmen. Wird angewendet
nach der Entfettung und vor
amorph
(griech.), ungeformt, struktur-
los; das heißt, ohne sichtbare
Kristallstruktur.
dem Rhodinieren zur Aktivie-
rung der Oberfläche des Werk-
stückes (5% H2SO4).
Anode
(griech.), ist bei der Elektrolyse
die positive Elektrode, die den
Übergang des elektrischen
Stromes aus dem metallischen
Leiter (Elektronenleitung) in
ein Ionen leitendes Medium
(Flüssigkeit, Gas) vermittelt.
Destilliertes Wasser, welches durch die
Wasser
Destillation bzw. Deionisation
Deionisier- (im Ionenaustauscher) weitge-
tes Wasser hend von gelösten Verunreini-
gungen befreit wird. Ungelöste
Verunreinigungen müssen bei
Deionisation durch Filtration
entfernt werden.
Dichroismus Eigenschaft von Edelsteinen
je nach Lichteinfall eine zweite
Farbe zu zeigen.
Asterismus Sternförmiger Lichtschein, der
sich auf der Oberfläche eines
Cabochons zeigt. Besonders
bei Korunden (Rubine, Saphire)
als sechsstrahliger Stern zu
beobachten.
Dichte
Spezifisches Gewicht, Quotient
aus Masse und Volumen eines
Stoffes. Angabe erfolgt meist
in g/cm3.
Baguette
(franz.), „kl. Stab“; eine recht-
eckige Steinform mit treppenar-
tigem Schliff.
Diffusion
(griech.), „sich verbreiten“;
Masse- und/oder Ladungstrans-
port bei welchem Teilchen
(Atome, Moleküle, …) von
Orten höherer zu Orten nied-
riger Konzentration wandern
und damit einen Konzen-
Blausilber
Bläulichgraue Verfärbung des
Silbers bei Ag-Cu-Legierungen
infolge Tiefenoxidation.
bombieren
Brillant
Brisur
(franz.), „bomber“; gewölbt,
wölben.
trationsausgleich bewirken.
Bezeichnung für einen
Diamanten im Brillantschliff.
Dokimasie
„Probierkunst“, zur Bestim-
mung des Edelmetallgehaltes
in metallurgischen Produkten
angewandtes Prüfverfahren.
Federschnapp-Patent, für
gestochene Ohren, zum
Einhängen von Ohrschmuck.
duktil
Dehnbar, streckbar, verformbar.
Elastizität
Eigenschaft der Metalle, sich
unter einer Kraft zu verformen
und nach Wegnahme der Kraft
in den Ausgangszustand zu-
rückzukehren. Diese Eigen-
schaft bestimmt das Federver-
mögen eines Werkstoffs.
Bruch-
dehnung
Ist das Maß für die Dehnbar-
keit (Verformbarkeit). Sie ist
die prozentuale, auf die Aus-
gangslänge bezogene Ge-
samtverlängerung des Probe-
körpers. Die Bruchdehnung
wird im Zugversuch ermittelt.
Eligius
Der heilige Schutzpatron der
Goldschmiede.
Buntmetalle Sammelbegriff für die Nicht-
eisenmetalle. Aufgrund der
Eutektikum (griech.), „leicht zu schmel-
zen“; Stoffgemisch bestimmter
Zusammensetzung welches
aus einem homogenen flüssi-
gen Zustand bei einer einheit-
lichen Temperatur unter Ent-
mischung zu einem Kristallge-
misch erstarrt.
Farbigkeit der Minerale werden
diese so bezeichnet. Die wich-
tigsten Buntmetalle sind Al, Cu,
Pb, Zn und Sn.
Cabochon
Als Halbkugel geschliffener
Stein, auch mugelig genannt.
Fachbegriffe
für den Goldschmied
Kathode
(griech.), ist die Gegenelektrode
zur Anode. In der Elektrolyse ist
sie die Elektrode, an der die
Metallabscheidung stattfindet.
Ist ein Gemisch aus 3 Teilen
konz. Salzsäure HCI u. 1 Teil
konz. Salpetersäure HNO3.
Gussform aus Metall oder
Graphit zum Gießen von
Formteilen.
Falsifikat
Fabulit
Synonym für Fälschung.
Ein um 1954 entstandener
„Kunststein“; ist die erste
Diamantimitation.
Königs-
wasser
Feinguss-
Gieß-
technik
Bei der Schmuckwarenherstel-
lung wird die Legierung meist
in eine nach dem Wachsaus-
schmelzverfahren hergestellte
Form (Küvette) gegossen. Nach
Art und Weise des Vergießens
unterscheidet man in Hand-
guss, Schleuderguss, Differenz-
druckguss. Beim Handguss
fließt das Metall auf Grund der
Schwerkraft in die Küvette,
Kokille
Kollergang Maschineller Arbeitsvorgang
bei der Gekrätzverarbeitung
(mahlen von Schlacke und
Tiegel).
Kupelle
Kleines, poröses Tiegelchen
aus Magnesiumoxid oder aus
Knochenasche, hat ca. 30 mm
Höhe und 35 mm Durchmes-
ser. Es dient zum Abtreiben der
Unedelmetalle bei der
dokimastischen Edelmetall-
prüfung im Muffelofen.
Ist ein Poliervorgang welcher
mit Poliermittel über eine
rotierende Metallscheibe durch-
geführt wird.
beim Differenzdruckguss wird
dies durch den Druckunter-
schied zwischen Schmelztiegel
und Küvettenraum unterstützt.
Beim Schleuderguss wird das
flüssige Schmelzgut durch Flieh-
kraft in die Gussform gepresst.
Je nach Art des Gießverfahrens
wird mit 50 – 150 °C über der
Liquidustemperatur abgegossen.
lapidieren
Fion
Korngesenk zur Herstellung von
Korneisen.
Leicht-
metalle
Sind Metalle mit einer Dichte
≤ 4,5 g/cm3.
Liquidus-
punkt
Ist eine Temperatur, bei der
alle Bestandteile des Stoffes
(z.B.Legierung) in den flüssigen
Zustand übergehen.
(franz.), „Möndchen“;
Umrandungsfeld eines
Uhrglases.
Das Lüster ist entscheidend bei
der Beurteilung der Qualität von
Perlen.
Guillo-
Ist eine maschinell gesteuerte
Flachstichgravierung, so dass
ein flächendeckendes Muster
gerader, gekrümmter und ein-
ander kreuzender Linien ent-
stehen kann.
chierung
Lünette
Lüster
Gold-Fixing- Der Fixingpreis ist zwar nur
London
eine Momentaufnahme des
Marktes, bildet aber eine
wesentliche Orientierungs-
grundlage für den internationa-
len und nationalen Goldhandel.
Mikrometer Ist ein millionstel Meter (µm).
Mineral
(franz.), anorganischer, chem.
einheitlicher und natürlich gebil-
deter Bestandteil der Erdkruste.
Metallverarbeitungstechnik
aus Japan.
„mokumè“ = versteht man
Holzmaserung.
„gane“ = bedeutet Metall.
Es werden unterschiedliche
Metallbleche verbunden, ge-
faltet, geschmiedet, so dass
eine Maserung zu erkennen ist.
Schliffart (spitzoval förmig).
AuchTula. Abgeleitet von
nigellius – schwärzlich.
Härte
Ist ein Maß für den Widerstand
des Materials gegen das Ein-
dringen eines anderen Körpers.
Nach der Geometrie des Prüf-
körpers wird die Härte nach
Vickers (DIN 50133) und Brinell
(DIN 50351) unterschieden. Bei
der Prüfung wird der zurück-
bleibende Prüfkörperdruck nach
Wegnahme der Kraft gemes-
sen.
Mokumè
Gane
Navette
Niello
Hartlote
Sind Lote mit einer AT.
> 450 °C.
Niello ist ein Gemisch aus
Silber, Blei, Kupfer, Schwefel
und Borax. Es wird zu tief
schwarzen Einlagen auf
Silberoberflächen verwendet.
Induktions- Löten, bei welchem die Er-
löten
wärmung des Werkstücks auf
die Löttemperatur induktiv
erfolgt.
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Fachbegriffe
für den Goldschmied
Strichprobe Als Vorprobe für die dokimasti-
sche Goldbestimmung. Durch
Streichen auf einem Quarz-
schiefer, dem Probierstein,
wird ein Strich der zu analy-
sierenden Legierung erzeugt,
dessen Beständigkeit gegen
sog. Strichsäuren getestet
wird. Dabei werden Strichna-
deln aus Legierungen bekann-
ter Zusammensetzung zum
Vergleich für das Löseverhalten
verwendet.
Orangen-
haut
Durch Verformung grobkörni-
gen Gefüges gebildetes Ober-
flächenrelief. Diese entsteht
aufgrund der Anisotropie (ver-
schiedene Eigenschaften in
verschiedenen Richtungen) der
Kristallgleitung bei der Verfor-
mung des Werkstoffes.
Ozon
Eine allotrope Form des Sauer-
stoffs O3. Das dreiatomige Gas
hat eine blaue Farbe und ist ein
starkes Oxidationsmittel.
synthetisch Nicht aus in der Natur ablaufen-
pH-Wert
Der pH-Wert ist das Maß für
die Wasserstoff- bzw. OH-
Ionenkonzentration einer Lö-
sung. Ist der Wert < 7 ist die
Lösung sauer (Wasserstoff-
ionenüberschuss), ist der Wert
> 7 ist die Lösung basisch
(Überschuss der OH-Ionen).
Der Wert 7 charakterisiert den
neutralen Zustand, das Gleich-
gwicht beider Ionenarten.
den Prozessen stammend.
tauschieren (arab.), tauschija = färben. Eine
Metalleinlegearbeit (Intarsia),
bei der ein farblich anderes
Metall in ein weiteres einge-
hämmert wird.
Tiefen-
oxidation
Oxidation, welche nicht nur
die Oberfläche eines Stoffes,
sondern durch Sauerstoff-
diffusion auch die tieferliegen-
den Bereiche erfasst. Ins-
besondere bei Silberlegie-
rungen auftretend führt es
durch CuO oder Cu2O zur
Blausilberbildung.
Pretiosen
quartieren
Kostbarkeiten, Geschmeide,
Kleinode, Wert- oder Schmuck-
sachen.
Zulegieren von Silber zu einer
Goldlegierung im Verhältnis
Ag:Au 3:1 zur Ermöglichung
des Lösens mit Salpetersäure
bei der Gold- und Silberschei-
dung.
Unikat
(lat.), einzige Ausfertigung
eines Schriftstücks, Kunstwerk
u. a.
Vorwärm-
Bei der Feingießtechnik wer-
temperatur den die Gussküvetten für das
Abgießen der Legierungen
vorgewärmt. In Abhängigkeit
vom Legierungstyp und den
Gussobjekten wird bei Ag-Le-
gierungen mit 520 – 550 °C, bei
Farbgold mit 550 – 650 °C, bei
Pd-Weißgold ca. 680 – 720 °C
und bei Platin-Legierungen auf
ca. 950 °C.
Schmelz-
punkt
Gibt an, bei welcher Tempera-
tur ein Stoff vom festen in den
flüssigen Zustand übergeht.
Schwer-
metalle
Sind Metalle mit einer Dichte
> 4,5 g /cm3.
Siedepunkt Temperatur, bei welcher der
Dampfdruck einer Flüssigkeit
dem äußeren Druck (Normal-
druck = 101,3 kPa) gleich-
kommt.
Weichlote
Sind Lote mit einer AT.
< 450 °C.
ziselieren
Bearbeitung von Metallober-
flächen mittels Ziselierhammer
und Profilpunzen. Dabei wird
das Blech von hinten auf einer
weichen Grundlage Filz, Holz
oder Treibkitt zu einem Relief
ausgeformt.
Simili
(lat.), „similis“ = gleichartig.
Glassteine die an den Unterteil-
facetten durch eine Refle-
xionsfolie verspiegelt sind.
Solidus-
punkt
Ist die Temperatur, bei wel-
cher der niedrigschmelzende
Bestandteil eines kristallinen
Stoffes (Legierung,…) vom fes-
ten in den flüssigen Zustand
übergeht.
Zug-
festigkeit
Ist die höchste Spannung, die
ein Werkstück unter Zugbelas-
tung aufnehmen kann, bevor
eine Einschnürung mit anschlie-
ßendem Bruch stattfindet.
Umrechnung von Zoll (in.) in Millimeter (mm)
Zoll
1
mm
25,4
Zoll
1/16
mm
1,59
2
50,8
76,2
3/16
5/16
7/16
9/16
11/16
13/16
15/16
1/8
4,76
7,94
3
4
101,6
11,11
14,29
17,46
20,64
23,81
3,18
5
127,0
10
20
30
40
50
60
70
80
90
100
254,0
508,0
762,0
1016,0
1270,0
1524,0
1778,0
2032,0
2286,0
2540,0
3/8
9,53
5/8
15,88
22,23
6,35
7/8
1/4
1/2
12,70
19,05
3/4
Unsere Angaben über unsere Produkte und Geräte sowie über unsere
Anlagen und Verfahren beruhen auf einer umfangreichen Forschungs-
arbeit und anwendungstechnischen Erfahrung. Wir vermitteln diese
Ergebnisse, mit denen wir keine über den jeweiligen Einzelvertrag
hinausgehende Haftung übernehmen, in Wort und Schrift nach bestem
Wissen, behalten uns jedoch technische Änderungen im Zuge der
Produktentwicklung vor. Darüber hinaus steht unser Technischer
Beratungsdienst auf Wunsch für weitergehende Beratungen sowie zur
Mitwirkung bei der Lösung fertigungs- und anwendungstechnischer
Probleme zur Verfügung.
Das entbindet den Benutzer jedoch nicht davon, unsere Angaben und
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schriftlich angegeben sind.
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gleichen Umfangs, wie sie unsere Allgemeinen Verkaufs- und Lieferungs-
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11/01 Printed in Germany
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Edelmetalle
aus
zuverlässiger Hand
Edelmetall-Rückgewinnung
Rückgewinnung von Edelmetallen aus Scheide-
materialien der Industrien Schmuck und Uhren,
Metallwaren, Elektrotechnik, Elektronik, Dental,
Foto, Optik und Chemie.
Edelmetall-Analytik
Edelmetall- und Metallanalysen.
Edelmetall-Erzeugnisse
Edelmetall-Legierungen in allen Feingehalten,
Farben und Härtegraden für die industrielle
Schmuckfabrikation, den Goldschmiedebedarf, die
Uhrenindustrie sowie für die industrielle Edelmetall-
verarbeitung, insbesondere für die Elektrotechnik.
Handel Edelmetalle
An- und Verkauf von Edelmetallen, Girierung von
Edelmetallguthaben, Terminkontrakte.
Medaillen und Modelle
Individuelle Medaillenprägung nach Kundenwunsch,
Modelle und Replikate.
Handel Basismetalle
Rohmetalle, Halbzeug, Altmetalle, Stahl- und
Eisenschrotte.
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