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Inhaltsverzeichnis
Übersicht
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Institut für Weltkunde in Bildung und Forschung Gemeinnützige Gesellschaft mbH  
Holzdamm 34 D-20099 Hamburg Tel. (040) 68 71 61 Fax (040) 68 72 04  
office@wbf-medien.de www.wbf-medien.de  
Unterrichtsblatt zu der didaktischen DVD  
Gold – der wertvollste Rohstoff  
Von Goldgräbern und Goldsuchern  
Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung – Verwendung  
Unterrichtsfilm, ca. 15 Minuten,  
Filmsequenzen, Zusatzmaterial und Arbeitsblätter, interaktives Quiz,  
mit interaktivem Lernmodul in der Online-Version  
Adressatengruppen  
Unterrichtsfächer  
Alle Schulen ab 9. Schuljahr,  
Jugend- und Erwachsenenbildung  
Erdkunde/Geographie, Chemie, Wirtschaft,  
Naturwissenschaft und Technik  
Kurzbeschreibung des Films  
Junge Männer auf den Philippinen suchen am Flussufer in einem mit Wasser vollge-  
laufenen Holzschacht nach Gold. Ein Kompressor versorgt den Taucher über einen  
Schlauch, den er im Mund hält, mit Atemluft. Das Metall aus dem Gestein wird mit  
Quecksilber gelöst. Viele „Goldarbeiter“ leiden an Quecksilbervergiftungen. In Südaf-  
rika bauen Bergarbeiter in 3 200 Meter Tiefe Golderz ab. Übertage wird das Metall in  
einem Zyanidbad ausgewaschen. Im Schmelzofen der Raffinerie werden dem Rohgold  
Verunreinigungen entzogen. Endprodukt sind Goldbarren aus Feingold, Rohstoff für  
die Schmuckherstellung sowie für industrielle Erzeugnisse und als Wertanlage.  
Kompetenzen  
Die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass Gold zu den metallischen Rohstoffen  
gehört und im Gegensatz zu nachwachsenden Rohstoffen nicht erneuerbar ist. Sie  
können die Gewinnung und Aufbereitung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit darstel-  
len. Sie beurteilen die Nutzung des Rohstoffes Gold und überprüfen die eigene Posi-  
tion als Konsument. Sie erläutern die Verfügbarkeit des Edelmetalls im weltweiten  
Überblick und analysieren soziale Folgen in den Fördergebieten. Sie überprüfen die  
These von dem „Hunger nach Rohstoffen“ und stellen die Leitfrage, ob Gold als Res-  
sourcenfluch oder als Sinnbild knapper Ressourcen in unserer Zeit einzustufen ist.  
_______________________________________________________________________________________________________________________________________  
Verleih in Deutschland: WBF-Unterrichtsmedien können bei den Landes-, Stadt- und Kreisbildstellen sowie den  
Medienzentren entliehen werden.  
Verleih in Österreich: WBF-Unterrichtsmedien können bei den Landesbildstellen, Landesschulmedienstellen  
sowie Bildungsinstituten entliehen werden.  
Weitere Verleihstellen in der Schweiz, in Liechtenstein und Südtirol.  
Inhaltsverzeichnis  
● Hilfe für den Benutzer  
● Struktur der WBF-DVD  
● Unterrichtliche Rahmen-  
bedingungen  
● Inhalt und Aufbau des Films  
● Anregungen für den Unterricht: S. 5  
Einsatz des Unterrichtsfilms  
S. 2  
S. 3  
S. 4  
● Ergebnissicherung  
S. 8  
S. 9  
S. 10  
S. 11  
● Ergänzende Informationen  
● Übersicht über die Materialien  
● Didaktische Merkmale der  
WBF-DVD Kompakt neu  
● Zum Einsatz der WBF-DVD  
Kompakt neu  
S. 4  
S. 11  
S. 12  
● Arbeitsaufträge und mögliche S. 6  
Antworten in den Lerngruppen  
● Kopiervorlage: Beobachtungs-  
und Arbeitsaufträge  
Hilfe für den Benutzer  
Die WBF-DVD Kompakt neu besteht aus einem DVD-Video-Teil, den Sie auf Ihrem  
DVD-Player oder über die DVD-Software Ihres PC abspielen können, und aus einem  
DVD-ROM-Teil, den Sie über das DVD-Laufwerk Ihres PC aufrufen können.  
DVD-Video-Teil  
In Ihrem DVD-Player wird der DVD-Video-Teil automatisch gestartet.  
Hauptfilm starten: Der WBF-Unterrichtsfilm läuft ohne Unterbrechung ab.  
Schwerpunkte: Der WBF-Unterrichtsfilm ist in Filmsequenzen (= Schwerpunkte) un-  
terteilt.  
DVD-ROM-Teil  
Im DVD-Laufwerk Ihres PC können Sie den DVD-ROM-Teil über den Explorer durch  
Öffnen der Index-Datei starten. Für den Wechsel zum DVD-Video-Teil starten Sie Ihre  
DVD-Software.  
Der Unterrichtsfilm und die Filmsequenzen sind direkt vom DVD-ROM-Teil abspielbar.  
Sie finden dort weiterführende Materialien, Arbeitsblätter, ein interaktives Quiz (im  
HTML5-Format, geeignet für Tablets, Whiteboards …) und die Infothek.  
Alle Materialien können als PDF- oder Word-Datei aufgerufen und ausgedruckt wer-  
den. Sie sind nach den Schwerpunkten und Problemstellungen gegliedert. Zu allen  
Materialien werden Arbeitsaufträge angeboten.  
Zur Unterstützung der Binnendifferenzierung sind diese Arbeitsaufträge in drei  
Schwierigkeitsgrade unterteilt:  
leicht  
mittel  
schwer  
Infothek – hier finden Sie folgende Dokumente als PDF- und Word-Datei:  
das didaktische Unterrichtsblatt mit Anregungen für den Unterricht  
die Sammlung aller Arbeitsblätter – Lehrkraft (mit Lösungen)  
die Sammlung aller Arbeitsblätter – Schülerinnen und Schüler (ohne Lösungen)  
die Sammlung aller Arbeitsmaterialien  
– 2 –  
Struktur der WBF-DVD  
Unterrichtsfilm:  
Gold – der wertvollste Rohstoff  
Von Goldgräbern und Goldsuchern  
Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung – Verwendung  
1. Schwerpunkt  
Von Goldgräbern und Goldsuchern  
• Filmsequenz (5:40 Minuten) auf DVD-Video und DVD-ROM  
• Problemstellung, Materialien (siehe Seite 10)  
1.1 Wie gewinnen Goldsucher das Gold aus Bächen und Flüssen?  
2. Schwerpunkt  
Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung  
• Filmsequenz (4:45 Minuten) auf DVD-Video und DVD-ROM  
• Problemstellung, Materialien (siehe Seite 10)  
2.1 Wie wird Gold bergmännisch gewonnen und aufbereitet?  
3. Schwerpunkt  
Verwendung  
• Filmsequenz (3:30 Minuten) auf DVD-Video und DVD-ROM  
• Problemstellung, Materialien (siehe Seite 10)  
3.1 Wofür verwenden wir Gold?  
Systemvoraussetzungen für den Einsatz der DVD-ROM:  
Windows 7, 8 und 10, Mac OS Sierra 10.7.5 und höher, DVD-Laufwerk mit gängiger Abspielsoftware,  
16-Bit-Soundkarte mit Lautsprechern, Bildschirmauflösung von 800 x 600 Pixel oder höher  
– 3 –  
Unterrichtliche Rahmenbedingungen  
Die Schülerinnen und Schüler wissen, dass Deutschland als rohstoffarmes Land auf  
Rohstoffimporte angewiesen ist. Sie können die Auswirkungen sowie die ökonomi-  
schen, ökologischen, sozialen und politischen Folgen der Rohstoffnutzung erläutern  
und beurteilen. Die Begriffe Bergbau, Lagerstätte, Rohstoff, Reserven, Ressourcen,  
Recycling und Kreislaufwirtschaft sind ihnen aus einem Raumbeispiel bekannt.  
Inhalt und Aufbau des Films  
Der Unterrichtsfilm behandelt drei Schwerpunkte: 1. Von Goldgräbern und Goldsu-  
chern, 2. Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung, 3. Verwendung.  
Einstieg: Aus Gold gefertigte Kultgegenstände und im Tresor lagernde Goldbarren  
stimmen auf den Rohstoff ein, von dem es heißt, er sei der wertvollste und einzigartig.  
1. Von Goldgräbern und Goldsuchern  
An einem Flussufer auf den Philippinen haben Männer einen Holzschacht gebaut. Ein  
Taucher steigt in den mit Wasser gefüllten Schacht, um im Dunkeln am Grund nach  
Steinen mit Goldanteil zu suchen. Seine Ausrüstung besteht aus einem Kopftuch, einer  
Taucherbrille und einem Schlauch, den er in den Mund steckt und über den ein Kom-  
pressor Atemluft liefert. Die geförderten Steine werden sortiert, zertrümmert, gewa-  
schen und mit Quecksilber behandelt, um das Gold aus dem Gestein zu lösen. Die  
Arbeiter ignorieren die Gefahren durch flüssiges Quecksilber und giftige Quecksilber-  
dämpfe. Ein Goldtaucher erhält von einem Arzt die Diagnose Quecksilbervergiftung,  
will sich aber nicht krankschreiben lassen, weil die Familie sonst ohne Einkommen ist.  
2. Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung  
In Südafrika in 3 200 Meter Tiefe bereiten Bergarbeiter eine Sprengung an einer Gold-  
erzader vor. Die Gesteinsbrocken werden per Förderband und Förderkorb an die  
Oberfläche gebracht, fein gemahlen und mit Wasser vermischt. Anschließend wird Zy-  
anid (Blausäure) zugesetzt, um das Gold vom Gestein zu lösen. Der zurückbleibende  
giftige zyanidhaltige Schlamm verunreinigt Trinkwasser und verschmutzt Gewässer.  
Riesige Halden mit giftigem Gesteinsmehl belasten die Umwelt. In der Gießerei wird  
das gewonnene Gold in Formen gegossen. Das Rohgold enthält noch Verunreinigun-  
gen und durchläuft in der Raffinerie einen weiteren Schmelzprozess. Das Endprodukt  
sind Goldbarren mit 99,9 Prozent Feingold. Eine Karte zeigt die fünf größten Förder-  
länder. Ein Fachmann erklärt die Risiken bei der Erschließung von Goldlagerstätten.  
3. Verwendung  
Ein prall gefülltes Schaufenster mit goldenen Armreifen und Goldketten dient als Be-  
leg, dass die Schmuckindustrie die Hälfte allen Goldes verarbeitet. Bereits gefördertes  
Gold verursacht keine Emissionen. Da es chemisch nicht mit anderen Gasen reagiert,  
wird es in der Medizintechnik wegen seiner hohen Leitfähigkeit auch in der Elektronik-  
industrie und in der Raumfahrt eingesetzt. Ein Hinweis bezieht sich darauf, dass welt-  
weit rund 90 000 Kilogramm Gold in Smartphones verbaut sind. Wie viel Gold eine  
Goldmedaille der Olympischen Spiele 2024 in Paris enthält, ist eine zusätzliche Infor-  
mation. Gestapelte Goldbarren im Tresor der Bundesbank sind eine Währungsreserve  
des Staates. Goldmünzen dienen wie Goldbarren als private Wertanlage.  
– 4 –  
Anregungen für den Unterricht: Einsatz des Unterrichtsfilms  
Vorarbeit  
der Lehrkraft  
Die Sichtung des Films vor Unterrichtsbeginn ist unerlässlich. Die  
Beobachtungs- und Arbeitsaufträge sollten vorher kopiert werden.  
Sie zu diktieren wäre eine Alternative. Die Lerngruppen können sie  
auch von der Tafel oder dem Whiteboard abschreiben.  
Methodisch-  
didaktische  
Vorüber-  
Für die Erarbeitung bieten sich drei Möglichkeiten an:  
a) Die Lehrkraft setzt den Film ein, ohne das Thema vorher bekannt  
zu geben. Bei den Schülerinnen und Schülern entsteht so ein hoher  
Motivationsgrad. Bei zu geringen Vorkenntnissen könnte jedoch das  
Verständnis für die Gesamtproblematik leiden.  
legungen  
b) Die Lehrkraft nennt das Thema des Unterrichtsfilms. Danach er-  
folgt ein „Brainstorming“ zum Thema Gold. Die Aussagen der Schü-  
lerinnen und Schüler werden festgehalten und zur späteren Evalua-  
tion des Films herangezogen.  
c) Die Schülerinnen und Schüler erhalten die vorbereitende Haus-  
aufgabe, sich über Gold im Internet zu informieren.  
Verteilung der Die Lehrkraft teilt die Klasse in Gruppen ein und verteilt die Beob-  
Beob-  
achtungsaufträge für die Filmbetrachtung (Kopiervorlage S. 12).  
Die Aufträge können auch für die Gruppen-, Partner- oder Einzel-  
arbeit gegliedert oder zusammengefasst werden. Sie sind zugleich  
Arbeitsaufträge für die Auswertung nach der Filmbetrachtung.  
achtungs-  
und Arbeits-  
aufträge  
Film-  
vorführung  
Die Lerngruppen sehen sich den Unterrichtsfilm gemeinsam an,  
ohne mitzuschreiben.  
Auswertung  
Die Lerngruppen äußern sich spontan zu dem Unterrichtsfilm. Gut  
geeignet ist die Frage der Lehrkraft, welche Filmsequenz am besten  
gefallen hat. Sie erfordert bereits eine einfache Begründung. Die  
Lehrkraft klärt Begriffe und Zusammenhänge, die einzelnen Schüle-  
rinnen und Schülern nicht deutlich wurden. Als schnelle Verständ-  
nisüberprüfung eignet sich auch eine von den Lerngruppen in fünf  
bis acht Minuten zu erstellende Stichwortliste zu den Filminhalten.  
Die Lerngruppen bearbeiten anschließend ihre Arbeitsaufträge und  
werden dabei von der Lehrkraft unterstützt.  
Sicherung  
Die Gruppensprecher/-innen tragen die Ergebnisse vor. Die Lehr-  
kraft oder eine Schülerin/ein Schüler fasst die Auswertungen an der  
Tafel oder dem Whiteboard zusammen (Ergebnissicherung siehe  
S. 8). Die Schülerinnen und Schüler übertragen die Ergebnissiche-  
rung in ihr Arbeitsheft bzw. ihren Ordner.  
Lernerfolgs-  
kontrolle  
Die Schülerinnen und Schüler formulieren eine schriftliche Zusam-  
menfassung des Unterrichtsfilms (maximal eine DIN-A4-Seite).  
Motivierender ist die Bearbeitung der Arbeitsmaterialien, die im  
PDF- und Word-Format vorliegen. Die im DVD-ROM-Teil aufgeführ-  
ten Arbeitsblätter erhöhen die Bereitschaft zur Selbstüberprüfung.  
– 5 –  
Arbeitsaufträge und mögliche Antworten in den Lerngruppen  
Abhängig von der Methodenkompetenz der Schülerinnen und Schüler (Erfahrung mit  
Gruppenarbeit) und der Sachkompetenz können die Arbeitsaufträge auch geschlos-  
sen an den Klassenverband verteilt werden. Zur Unterstützung der Binnendifferenzie-  
rung sind die Aufgaben in drei Schwierigkeitsgrade unterteilt:  
leicht, mittel und  
schwer.  
Erste Lerngruppe: Von Goldgräbern und Goldsuchern  
1. Erzähle, wie Goldsucher auf den Philippinen eine Lagerstätte für die Förde-  
rung vorbereiten.  
Goldlagerstätten können an Bächen und Flüssen sein. Die Goldsucher graben  
am Flussufer einen Holzschacht, der sich mit Wasser füllt.  
2. Berichte, was du über die Ausrüstung des Goldtauchers erfährst. Wie lange  
kann er unter Wasser bleiben?  
Die Ausrüstung besteht aus einem Kopftuch, einer Taucherbrille und einem  
Schlauch, den der Taucher um den Bauch bindet. Das Endstück steckt er in den  
Mund. Der Schlauch ist mit einem Kompressor verbunden, der die Atemluft liefert.  
Der Taucher kann einen halben Tag unter Wasser bleiben.  
3. Beschreibe die Gefühle des Goldtauchers unter Wasser.  
Unter Wasser ist es dunkel und kalt. Der Taucher hat Angst, dass etwas passie-  
ren könnte und er nicht mehr zurückkehrt, wenn der Schacht zusammenbricht.  
4. Fasse zusammen, was zuerst mit dem goldhaltigen Gestein geschieht, das  
der Taucher gefunden hat.  
Ein Arbeiter zieht das Gestein in einem Sack nach oben. Es wird sortiert, zer-  
trümmert, in einer Gesteinsmühle fein gemahlen und gewaschen.  
5. Erläutere, wie das Gold aus dem Erzschlamm herausgelöst wird.  
Ein Arbeiter fügt dem Erzschlamm Quecksilber hinzu. Das Gemisch wird erhitzt  
und das Quecksilber verdampft. Übrig bleibt eine winzige Menge Rohgold.  
6. Verfolge, wie ein junger Mitarbeiter den Umgang mit Quecksilber schildert.  
Er ignoriert die Gefahr. Er brauche beim Kontakt mit Quecksilber keine Hand-  
schuhe, sondern muss sich vor dem Essen nur die Hände waschen. Allerdings  
sollte man die Quecksilberdämpfe nicht einatmen.  
7. Erkläre die Gefahren durch Quecksilber bei der Goldgewinnung.  
Der direkte Kontakt ist gefährlich. Quecksilbervergiftungen bei den Goldsuchern  
treten oft erst Jahre später auf und erfordern ärztliche Behandlung. Quecksilber  
gelangt in Flüsse und lagert sich in Fischen ab. Essen die Menschen solche Fi-  
sche, können Missbildungen bei Neugeborenen die Folge sein.  
Zweite Lerngruppe: Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung  
1. Nenne das Land und die Tiefe, in der industrieller Bergbau betrieben wird.  
Das Land ist Südafrika. Der Bergbau findet in 3 200 Meter Tiefe statt.  
– 6 –  
2. Erläutere, wie das goldhaltige Gestein an die Erdoberfläche gelangt.  
Ein Bergmann markiert die Golderz führende Gesteinsschicht. Ein anderer Berg-  
mann bohrt mit dem Presslufthammer ein Loch für die Sprengkapsel. Die Spren-  
gung wird ferngezündet. Über Förderbänder und einen Förderkorb gelangen die  
Gesteinsbrocken an die Erdoberfläche.  
3. Erkläre, was an der Erdoberfläche mit dem goldhaltigen Gestein passiert.  
In einer Gesteinsmühle wird das Gestein fein gemahlen und mit Wasser ver-  
mischt. Anschließend setzt man giftiges Zyanid (Blausäure) zu. Das Gold löst  
sich und setzt sich am Boden ab.  
4. Berichte, wie viel Gold mithilfe von Zyanid aus dem Gestein gewonnen wird.  
Aus einer Tonne Gestein werden im Schnitt nur fünf Gramm Gold gewonnen.  
5. Erkläre die Gefahren durch Zyanid bei der Goldgewinnung.  
Der Rückstand – zyanidhaltiger Schlamm – verunreinigt das Trinkwasser und  
schädigt wegen der Gewässerverschmutzung Fische und andere Wasserlebe-  
wesen. Riesige Halden belasten mit giftigem Gesteinsmehl die Umwelt.  
6. Erläutere, was mit dem Gold nach dem Zyanidbad geschieht.  
In der Gießerei wird das Gold erhitzt und in Formen gegossen. Das Ergebnis sind  
Rohgoldbarren, die noch Verunreinigungen enthalten.  
7. Erkläre die Vorgänge in der Goldraffinerie und nenne das Ergebnis.  
Das Rohgold kommt noch einmal in einen Schmelzofen. Ihm wird Säure beige-  
geben, um die Verunreinigungen zu entfernen. Anschließend wird das Gold in  
Barren gegossen. Sie bestehen zu 99,9 Prozent aus Feingold.  
8. Nenne die fünf größten Förderländer. Beziffere die globalen Fördermengen  
2023 und die Weltreserven.  
Die fünf größten Förderländer waren 2023 China, Russland, Australien, Kanada  
und die USA. Die globalen Fördermengen betrugen 3 000 Tonnen. Die Weltre-  
serven werden auf 59 000 Tonnen geschätzt.  
9. Stelle zusammen, welche Voraussetzungen der Fachmann für die Erschlie-  
ßung von Goldvorkommen nennt.  
Da das Risiko hoch ist, ein Goldvorkommen zu finden, müssen Gutachten ange-  
fertigt werden, ob man tatsächlich abbauen kann. Auch Umweltgutachten sind  
nötig. Die Rechte an Grund und Boden sind zu klären. Man braucht Anwälte und  
Fachleute, z. B. Geologen, Ingenieure, Spezialisten für Metallverarbeitung usw.  
Zu klären ist, wer die unternehmerische Verantwortung trägt.  
Dritte Lerngruppe: Verwendung  
1. Nenne den Industriezweig, der das meiste Gold verarbeitet.  
Das Schaufenster eines Juweliers mit Armreifen und Goldketten belegt, dass die  
Schmuckindustrie die Hälfte allen Goldes verarbeitet.  
2. Erkläre, welche Umweltfolgen bereits gefördertes Gold hat.  
Bereits gefördertes Gold verursacht keine Emissionen. Nur bei der industriellen  
Verarbeitung wird Kohlendioxid freigesetzt.  
– 7 –  
3. Begründe, warum Gold in der Medizintechnik, in der Elektronik und in der  
Raumfahrt eingesetzt wird.  
Gold reagiert chemisch nicht mit Sauerstoff, Kohlendioxid oder anderen Gasen.  
Bei chirurgischen Instrumenten verhindert es Infektionen. Bei elektronischen Pro-  
dukten und in der Raumfahrt ist die hohe Leitfähigkeit gefragt.  
4. Berichte, wie viel Gold in einem Smartphone steckt, wie viele Smartphones  
es weltweit gibt und wie viel Gold in den Smartphones verbaut ist.  
Ein Smartphone enthält rund 30 Milligramm Gold. Weltweit gibt es drei Milliarden  
Smartphones. In ihnen sind 90 000 Kilogramm Gold enthalten.  
5. Nenne Gewicht und Zusammensetzung einer Goldmedaille von den Olym-  
pischen Spielen in Paris 2024.  
Die Goldmedaille wiegt 529 Gramm. Davon sind 6 Gramm Gold. Dazu kommen  
noch 18 Gramm Eisen vom Eiffelturm in Paris. Der Rest ist Silber.  
6. Schildere, wo sich rund ein Viertel aller Goldreserven befinden.  
Ein Viertel aller Goldreserven lagern in den Tresoren der Zentralbanken. In  
Deutschland ist das die Bundesbank.  
7. Erläutere die Höhe der Goldreserven in Deutschland und ihre Bedeutung.  
Deutschland verfügt nach den USA über die zweithöchsten Goldreserven der  
Welt. 2023 waren das 3 353 Tonnen. Sie sind für den Staat ein Teil der Wäh-  
rungsreserven.  
8. Erkläre, was mit dem Begriff Goldstandard gemeint ist.  
Früher konnten Privatpersonen Geldscheine bei den Banken in Gold umtau-  
schen. Das ist schon lange abgeschafft.  
9. Begründe, warum es außer der Schmuck- und Elektronikindustrie, der  
Raumfahrt, den Zentralbanken noch andere Interessenten für Gold gibt.  
Gold ist eine private Wertanlage. Beliebt sind Goldmünzen und Goldbarren.  
Ergebnissicherung  
Gold – der wertvollste Rohstoff  
Goldgräber tauchen – Gestein sammeln – zerkleinern – waschen  
Goldsucher  
Quecksilber hinzugeben – verdampfen  
Schäden  
Gesundheit, Umwelt  
Rohgold   
Bergleute  
sprengen – fördern – mahlen – Wasser zugeben  
Zyanid zusetzen – schmelzen – in Formen gießen  
Rohgold   
Schäden  
Wasserverschmut-  
zung, Halden  
Goldraffinerie  
schmelzen – von Verunreinigungen befreien – in Barren gießen  
Feingold   
Schmuckindustrie Medizintechnik Elektronik Raumfahrt Zentralbanken Wertanlage  
– 8 –  
Ergänzende Informationen  
Quelle: WBF 2025; Abb. WDR: Verrückt nach Gold; Daten: World Gold Council Data 31.12.2023  
– 9 –  
Übersicht über die Materialien  
Ziffern:  
1. Schwerpunkt  
1.1 Problemstellung  
Sch = Schaubild  
1.1.1 Material  
Abkürzungen: T = Text  
D = Diagramm  
Fo = Foto  
A
= Arbeitsblatt  
1. Von Goldgräbern und Goldsuchern  
Filmsequenz (5:40 Minuten) auf DVD-Video und DVD-ROM  
1.1 Wie gewinnen Goldsucher das Gold aus Bächen und Flüssen?  
1.1.1 Goldlagerstätten  
Sch/T  
Fo/T  
Fo/T  
Fo/T  
A
1.1.2 „Goldtauchen“ auf den Philippinen  
1.1.3 Quecksilber, um das Gold vom Erz zu lösen  
1.1.4 Risiken durch Quecksilber bei der Goldgewinnung  
1.1.5 Arbeitsblatt: Wie Goldtaucher nach Gold suchen – Textaufgabe  
2. Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung  
Filmsequenz (4:45 Minuten) auf DVD-Video und DVD-ROM  
2.1 Wie wird Gold bergmännisch gewonnen und aufbereitet?  
2.1.1 Goldabbau untertage  
Fo/T  
Sch/T  
Fo/T  
Fo/T  
A
2.1.2 Goldgewinnung mithilfe von Zyanid  
2.1.3 Abraumhalden bei der Goldgewinnung  
2.1.4 Vom Rohgold zum Feingold  
2.1.5 Arbeitsblatt: Top Ten bei Goldförderung 2023  
3. Verwendung  
Filmsequenz (3:30 Minuten) auf DVD-Video und DVD-ROM  
3.1 Wofür verwenden wir Gold?  
3.1.1 Schmuckgold und weltweite Nachfrage nach Gold  
3.1.2 Goldlegierungen: Goldgehalt/Karat  
Sch/T/D  
D/T  
3.1.3 Goldrecycling/Minenproduktion 2011 – 2023  
3.1.4 Der Goldpreis  
D/T  
D/T  
3.1.5 Arbeitsblatt: Gold und Nachhaltigkeit – ein Wirkungsgefüge  
A
– 10 –  
Didaktische Merkmale der WBF-DVD Kompakt neu  
Die didaktische Konzeption der WBF-DVD ist problem- und handlungsorientiert. Sie  
ermöglicht entdeckendes Lernen und fördert die Sach-, Methoden- und Medien-  
kompetenz.  
Der Aufbau der DVD ist übersichtlich. Sie ist in Schwerpunkte unterteilt, die der  
Untergliederung des Unterrichtsfilms entsprechen. Den Schwerpunkten ist jeweils  
eine Problemstellung zugeordnet, die mithilfe des filmischen Inhalts und der  
Materialien erarbeitet werden kann. Die didaktische Konzeption der WBF-DVD hat  
das Ziel, zu einer lebendigen Unterrichtsgestaltung beizutragen.  
Zu jedem Material bietet die WBF-DVD Arbeitsaufträge an, die nach den Schwie-  
rigkeitsgraden „leicht“, „mittel“ und „schwer“ gekennzeichnet sind. Sie sind nicht ver-  
bindlich, sondern können reduziert oder ergänzt werden. Durch die Arbeitsaufträge  
mit ihrem Aufforderungscharakter haben die Lerngruppen einen besseren Zugang zu  
den Materialien. So ist eine gezielte Erschließung der Materialien möglich.  
Die Arbeitsblätter auf dem DVD-ROM-Teil können als PDF- oder als Word-Datei  
ausgedruckt werden. Sie fördern die selbstständige und handlungsorientierte  
Erschließung und Bearbeitung einzelner Problemfelder in Einzel-, Partner- oder  
Gruppenarbeit. Die vorgegebenen Arbeitsaufträge auf den Arbeitsblättern sind nicht  
verbindlich, sondern können reduziert, ergänzt oder weggelassen werden.  
Zum Einsatz der WBF-DVD Kompakt neu  
1. Möglichkeit: Nach Verteilung der Beobachtungs- und Arbeitsaufträge (s. S. 12)  
führt die Lehrkraft den Unterrichtsfilm als Einheit vor. Die Auswertung erfolgt nach den  
Vorschlägen auf S. 6 ff. Danach werden Fragen zum weiteren Verständnis und zur  
vertiefenden Problematisierung gesammelt. Die Zuordnung ergibt sich aus der Struk-  
tur des Unterrichtsfilms mit den Schwerpunkten. Die unterrichtlichen Schwerpunkte  
sollten im Unterrichtsgespräch erörtert werden. Anschließend erfolgt die Einteilung der  
Schülerinnen und Schüler in Gruppen. Für diese Gruppenarbeit bietet es sich an, die  
Materialien des DVD-ROM-Teils auszudrucken und den jeweiligen Gruppen zur freien  
Bearbeitung zur Verfügung zu stellen. Die Arbeitsblätter ermöglichen eine selbststän-  
dige, weiterführende Bearbeitung der Themenschwerpunkte.  
2. Möglichkeit: Für eine Bearbeitung im Klassenverband strukturiert die Lehrkraft die  
Materialien aus dem DVD-Video-Teil oder dem DVD-ROM-Teil vor. Damit lässt sich  
der Lernfortschritt dem Leistungsstand der Klasse anpassen. Zur Wiederholung und  
zur Hervorhebung bestimmter Themenaspekte des Unterrichtsfilms kann die Lehrkraft  
die Filmsequenzen zu den Schwerpunkten der WBF-DVD einzeln anwählen und vor-  
führen. Die Arbeitsaufträge erleichtern die Erschließung der Materialien.  
3. Möglichkeit: selbstständige Bearbeitung durch die Lerngruppen am Computer  
Die Klasse stellt nach der Filmbetrachtung eine Liste der zu bearbeitenden Themen  
auf. Nach der Einteilung in Gruppen wählen die Gruppenmitglieder ein Thema und die  
zu bearbeitenden Materialien auf der WBF-DVD selbstständig aus und kopieren und  
bearbeiten sie in einem eigenen Ordner. Jede Gruppe druckt für die Präsentation die  
Materialien aus oder ruft sie nacheinander auf und kommentiert sie.  
4. Möglichkeit: selbstständige Projektarbeit  
Die Gruppenmitglieder wählen die für ihr Thema relevanten WBF-Materialien aus und  
bereiten ihre Präsentation selbstständig vor.  
– 11 –  
Kopiervorlage: Beobachtungs- und Arbeitsaufträge zum Unterrichtsfilm  
leicht  
mittel  
schwer  
Erste Lerngruppe: Von Goldgräbern und Goldsuchern  
1. Erzähle, wie Goldsucher auf den Philippinen eine Lagerstätte für die  
Förderung vorbereiten.  
2. Berichte, was du über die Ausrüstung des Goldtauchers erfährst. Wie lange  
kann er unter Wasser bleiben?  
3. Beschreibe die Gefühle des Goldtauchers unter Wasser.  
4. Fasse zusammen, was zuerst mit dem goldhaltigen Gestein geschieht, das  
der Taucher gefunden hat.  
5. Erläutere, wie das Gold aus dem Erzschlamm herausgelöst wird.  
6. Verfolge, wie ein junger Mitarbeiter den Umgang mit Quecksilber schildert.  
7. Erkläre die Gefahren durch Quecksilber bei der Goldgewinnung.  
Zweite Lerngruppe: Industrielle Goldgewinnung und Aufbereitung  
1. Nenne das Land und die Tiefe, in der industrieller Bergbau betrieben wird.  
2. Erläutere, wie das goldhaltige Gestein an die Erdoberfläche gelangt.  
3. Erkläre, was an der Erdoberfläche mit dem goldhaltigen Gestein passiert.  
4. Berichte, wie viel Gold mithilfe von Zyanid aus dem Gestein gewonnen wird.  
5. Erkläre die Gefahren durch Zyanid bei der Goldgewinnung.  
6. Erläutere, was mit dem Gold nach dem Zyanidbad geschieht.  
7. Erkläre die Vorgänge in der Goldraffinerie und nenne das Ergebnis.  
8. Nenne die fünf größten Förderländer. Beziffere die globalen Fördermengen  
2023 und die Weltreserven.  
9. Stelle zusammen, welche Voraussetzungen der Fachmann für die  
Erschließung von Goldvorkommen nennt.  
Dritte Lerngruppe: Verwendung  
1. Nenne den Industriezweig, der das meiste Gold verarbeitet.  
2. Erkläre, welche Umweltfolgen bereits gefördertes Gold hat.  
3. Begründe, warum Gold in der Medizintechnik, in der Elektronik und in der  
Raumfahrt eingesetzt wird.  
4. Berichte, wie viel Gold in einem Smartphone steckt, wie viele Smartpho-  
nes es weltweit gibt und wie viel Gold in den Smartphones verbaut ist.  
5. Nenne Gewicht und Zusammensetzung einer Goldmedaille von den  
Olympischen Spielen in Paris 2024.  
6. Schildere, wo sich rund ein Viertel aller Goldreserven befinden.  
7. Erläutere die Höhe der Goldreserven in Deutschland und ihre Bedeutung.  
8. Erkläre, was mit dem Begriff Goldstandard gemeint ist.  
9. Begründe, warum es außer der Schmuck- und Elektronikindustrie, der  
Raumfahrt, den Zentralbanken noch andere Interessenten für Gold gibt.  
Gestaltung: Peter Fischer, Oelixdorf (auch Unterrichtsblatt)  
Gerhild Plaetschke, Institut für Weltkunde in Bildung und Forschung (WBF), Hamburg  
Schnitt: Johannes Retter, Hamburg  
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Alle Rechte vorbehalten: WBF Institut für Weltkunde in Bildung und Forschung Gemeinnützige GmbH  
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