Echtheitsprüfung von Platin
Visuelle Inspektion
- Prüfe das Gewicht: Platin ist sehr schwer – ein echtes Stück fühlt sich massiv an.
- Prüfe die Markierungen: Stempel wie „PLATINUM“, „PT“ oder „950“ deuten auf echte Qualität hin. Achte auf klare Gravuren.
- Farbe und Glanz: Echtes Platin zeigt einen silberweißen Glanz, der weniger gelblich wirkt als Gold.
Magnettest
Platin ist nicht magnetisch. Wenn dein Schmuckstück stark an einem Magnet haftet, liegt vermutlich kein echtes Platin vor.
Säuretest
Benötigtes Material: Spezielle Platin-Säuren (z.B. 10K, 14K, 18K), Testnadeln oder -stäbchen.
Vorgehen: Eine kleine Stelle des Schmuckstücks anritzen und mit der jeweiligen Säure behandeln.
Auswertung: Die Reaktion zeigt, ob der angegebene Reinheitsgrad erreicht wird.
Hinweis: Dieser Test kann das Material beschädigen und sollte idealerweise von Fachleuten durchgeführt werden.
Dichtebestimmung
Platin hat eine Dichte von etwa 21,45 g/cm³. Wiege das Stück und messe sein Volumen beispielsweise per Wasserverdrängung. Ergibt das Verhältnis eine Dichte nahe 21,45, ist es wahrscheinlich echt.
Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF)
- Vorteil: Sehr präzise Bestimmung von Platin- und Legierungsbestandteilen.
- Nachteil: Nur in spezialisierten Laboren verfügbar und kostspielig.
Zertifikate und Herkunft
Seriöse Händler liefern Echtheitszertifikate und Herkunftsnachweise. Bestehe beim Kauf auf diese Dokumente, um Fälschungen auszuschließen.
Fachkundige Unterstützung
Für regelmäßiges Arbeiten mit Edelmetallen oder größere Investitionen lohnt sich ein professionelles Testkit oder die Zusammenarbeit mit einem zertifizierten Gutachter.
Hinweis: Selbsttests können das Material beschädigen oder verfälschen – bei Unsicherheiten immer einen Experten hinzuziehen.